Full text: Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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Das Unternehmen strebt nach Befriedigung aller 
Bedürfnisse, der Bedürfnisse der Körperlichkeit, des 
Intellekts und des Temperaments, die Wirtschaft 
nur nach der Befriedi gung der Bedürfnisse der Körper 
lichkeit und des Intellekts, die Volkswirtschaft end 
lich sucht die Befriedigung der körperlichen Bedürf 
nisse allein. 
Wir wiederholen es: das Unternehmen ist die junge Wirt 
schaft, welche nach Kapitalbildung strebt. Es ist die Vereinigung 
der Produktionsmitteln zum Zwecke der Kapitalbildung. 
In den Momenten der Vereinigung der Produktionsmitteln und 
der Kapitalbildung liegen die Merkmale der Definition, weil die 
Wirtschaft mit bereits vereinigten Produktionsfaktoren arbeitet und 
nur Kapitalerhaltung anstrebt, und die Volkswirtschaft die Ver 
teilung des Kapitals zum Zwecke hat. 
Der Ertrag des Unternehmens ist doppelt : 1. jener Teil des 
selben, welcher der in ihm eingeschlossenen Wirtschaft angehört, 
und zur Deckung der Bedürfnisse, also zur Vernichtung bestimmt 
ist, und 2. jener, der zur Kapitalbildung bestimmt ist. 
Der zweite Teil ist sein eigentümlicher Ertrag, der Uuter- 
nehmergewinu, das neugebildete Kapital. 
Der Unternehmergewinn ist die Kapitalbildung 
des Unternehmens. 
Wie entsteht Kapitalbildung? 
Aus dem Produkte der Produktionsfaktoren, wenn es 1. nicht 
durch den Konsum vernichtet, und 2. wenn es einen positiven 
Wert hat. 
Wann hat es einen positiven Wert? 
Wenn seine Nützlichkeit positiv ist, wenn wenigstens eine 
wirtschaftliche Person bei noch so hohem Angebote Nachfrage 
darnach erhebt. 
Kapitalbildung ist demnach vor allem jene Gütersumme, welche, 
nachdem alle Benützungsquoten bezahlt worden sind, und zwar 
alle Arten von Arbeit und Kapitalien, ganz gleichgültig, ob die 
selben der Person des Unternehmers selbst eigentümlich angehören, 
oder anderen, übrigbleibt. Daraus ergibt sich, dass auch das im 
Unternehmen notwendig aufgewendete persönliche Kapital, welches 
in allen seinen drei Faktoren, zum mindesten erster Ordnung, stets in 
der physischen oder juristischen Person des Unternehmers vor-
	        
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