Full text : Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte

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dringende  statistische  Thätigkeit  in  den  Händen  des  Vereinswesens,
besonders  der  zum  Zwecke  der  Kreditregelung  entstandenen  Kredit-Vereine.
  Wenn  wir  auch  nicht  dafür  plaidieren  können,  dass  die
Staatsverwaltung  an  die  Erfüllung  einer  solchen  Unternehmungsstatistik ­
  ohne  Hilfe  des  Vereinswesens  und  der  Selbstverwaltungskörper ­
  schreitet,  so  glauben  wir  doch  vorschlagen  zu  dürfen,  dass
die  Staatsverwaltung  zur  Anlegung  einer  alle  wichtigen  Momente
umfassenden  geschäftlichen  Statistik  einen  geordneten  Organismus
ins  Leben  rufen,  und  Vereinswesen  und  Selbstverwaltungskörper
mit  der  sammelnden  Thätigkeit  betrauen,  während  eine  staatliche
Zentralbehörde  die  Arbeiten  der  Resultate  besorgen  sollte.
Ist  ja  doch  bisher,  um  nur  ein  staatliches  Moment  zu  würdigen,
noch  keinerlei  Beweis  dafür  erbracht  worden,  dass  die  technische
und  pädagogische  Anlage  der  zahlreichen  Handels-  und  Gewer|)eschulen
  jenen  Hoffnungen  entspricht,  welche  man  in  Bezug  auf  ihre
wohlthätige  Wirkung  auf  das  geschäftliche  und  gewerbliche  Leben
in  sie  gesetzt  hat.
Die  empfohlene  Statistik  würde  nicht  nur  Veranlassung  zu
mancherlei  Verbesserungen  in  Bezug  auf  das  gewerbliche  Schulwesen ­
  geben,  sondern  ihren  regenerierenden  Einfluss  auf  manche
bereits  bestehende  und  einen  gestaltenden  Einfluss  auf  neue  Unternehmungen ­
  ausüben.
Urn  in  der  ersten  Richtung  ein  Wort  zu  sprechen,  so  sei  bemerkt, ­
  dass  der  Mangel  der  Aufnahme  der  Nationalökonomie  und
der  Finanzwissenschaften  in  den  Lehrplan  für  Gewerbeschulen,  und
der  Vortrag  unserer  Wissenschaft  durch  nicht  immer  geeignete  Vertreter ­
  derselben  an  den  Handelsschulen,  Übelstände  sind,  welche
durch  eine  rationelle  geschäftliche  Statistik  zur  Erkenntnis  gelangen
dürften,  um  behoben  werden  zu  können,  und  dann,  wenn  sie  in  das
Gegenteil  umgewandelt  worden  sind,  ihre  gedeihliche  Wirkung  nicht
nur  auf  das  geschäftliche  Leben  allein,  sondern  auch  auf  die  sozialen
Bestrebungen  des  Arbeiterstandes,  dessen  unheilvolle  Verblendung
in  der  Unkenntnis  der  nationalökouomischen  Wahrheiten  wurzelt,
auszuüben.  Denn  gerade  unsere  Wissenschaft  vom  Volksleben  trägt
ja  den  Beruf  in  sich,  nicht  das  ausschließliche  Eigentum  der  gelehrten
Welt  zu  bleiben,  sondern  in  das  Volk  getragen  zu  werden,  damit
es  sein  eigenes  Leben,  den  wirtschaftlichen  Organismus  desselben
und  seine  Gesetze  kennen  lerne.  Wenn  die  Naturwissenschaften  in
die  Werkstätten  und  Fabrikssäle,  in  die  Laboratorien  und  Bergwerke, ­
  in  Land-  und  Forstwirtschaft  gedrungen  sind,  warum  soll
            
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