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Antheil von der Bestellung überbringst welche dem Kaufmann aus dem Lande
der Antipoden zugekommen ist.
Das Arb ei 1s leb en der selbstständigen Hausindustriellen ist ein ge
sellschaftliches. Meister und Gehülfen haben einander in die Hände zu
arbeiten. Eine Unterhaltung und ein Ideenaustausch kann zwischen ihnen statt
finden, unbeschadet der nöthigen Flinkheit und Aufmerksamkeit bei der Arbeits
verrichtung. Daher verbannt auch der Meister den Humor und Mutterwitz und
auch den Gesang eines Liedes nicht vom Arbeitstische, vielmehr begrüßt er sie
als willkommene Gäste, zur Arbeit anzufrischen. Ja, er zieht dazu noch andere
liebe Gäste bei. Vögel, die er im Herbst auf dem nahen bewaldeten Berg
rücken selbst gefangen, sollen durch ihren Gesang bei der Arbeit ihn ergötzen.
Er macht so die Thierchen zu Schicksalsgefährten seiner und der Seinigen,
die Jahr aus Jahr ein an den Werktagen von frühem Morgen bis spät in
die Nacht in die Werkstube gebannt, die allbelebende Frische der freien
Waldesluft entbehren müssen.
Solche „Poesie in der Arbeitsstube" des Hausindnstriellen herrscht
schon weniger in der des kleinen städtischen Fabrikanten und sie ist gänzlich
verpönt in den Fabriken, wo die Arbeit in strenger Ordnung geschäfts
mäßig betrieben wird.
Die Segnungen des Welthandels bestehen für die Sonneberger
Industrie in dem fast ununterbrochenen, gleichmäßigen Bedarf von Waaren,
wie solcher nur durch einen über alle Länder der Erde verbreiteten Consum
herbeigeführt werden kann. Während Bestellungen auf Waaren, etwa für
Weihnachten, aus entferntesten Gegenden wie Indien und Australien, schon
zu Anfang des Jahres am Produetionsorte eintreffen und ausgeführt werden
müssen, sind für minder entfernte Länder wie Amerika, die Aufträge erst
gegen Mitte des Jahres auszuführen, für nähere Gegenden noch später, für
den Bedarf des Heimathlandes zuletzt.
Durch die Transportzeit, bedingt durch die verschiedenen Entfernungen
der consumirenden Länder vom Orte der Production, vertheilt sich der Welt-
markts-Waarenbedarf fast auf alle Monate des Jahres, somit auch die Be
schäftigung und der Verdienst der Fabrikanten.
Weiter führt der Welthandel für die Industrie den Vortheil mit sich,
daß er die für neue Handelsartikel gezahlten höheren Preise auf
längere Zeit hinaus stabil erhält. Denn, ist ein deutsches Fabrikat neu
in Deutschland in den ersten Monaten des Jahres, so kommt es in Amerika
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