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neu investirteu Kapitnlien nicht nur seinen Konkur
renten, sondern aueli seinen eigenen, früheren In
vestitionen Konkurrenz machen. Diese Erwägung
macht sich, wie schon erwähnt, bei wirklichen Mono
polen, wo jede fremde Konkurrenz wegfällt, besonders
geltend und veranlasst die Monopolisten, lieber hei
eingeschränkter Produktion hohe Preise festzuhalten,
als zum Vortheil der Konsumenten geeignete Betriehs-
erweiterungen durchzuführen. Selbstverständlich Hessen
sieh in analoger Weise die Ursachen erörtern, welche
die Kurve Oa steiler gestalten und zum Vortheile
der konkurrirenden Produzenten und zum Nachtheile
der Konsumenten den Preis des Artikels A erhöhen.
Die durchlaufende Kurve aOn (Fig. 09 b) wird hei
ihrem Durchgänge durch den Null])unkt auch dann
steiler, wenn das Individuum I Investitionen zum
Zwecke der weiteren Selhstvcrarheitung des Aidikels
A vornimmt. Sind diese Investitionen gross genug,
so kann es geschehen, dass die Abgeleiteten aOii
und E'OJ' sich nur im Nulljmnkte berühren oder,
wie in Fig. 70, erst links von demselben treffen, so
dass der Unternehmer I seine ganze Produktion von A
seihst verbraucht oder endlich als Käufer dieses nun
für ihn zu einem Produktionserfordernisse gewordenen
Artikels auftritt. Die entgegengesetzte Formänderung
erfährt die auf ein Produktionserforderniss bezogene
Kurve aOn eines Unternehmers, der Investitionen
vornimmt, um diesen Artikel seihst herzustcllen.
Nehmen wir nun an, dass die Kurve aOn
(Fig. 09 h oder 70) des Individuums 1 unverändert