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(1er Preise in beiden Ländern eintreten, welche wir
ebenso, wie die Unveränderliclikeit der Eigenschaften
aller wirthscbaftlichen Individuen, voranssetzen müssen,
um unsere Kurven aufstellen zu können.
81. Der Einfluss der Zölle.
Wird nun in dem einen Lande ein Einfuhrzoll
oder in dem anderen ein gleich hoher Ausfuhrzoll ein-
^ehohcn, so wird dadurch ^anz so, wie durch eine
Vermehrung der Transpoiikosten, die Preisdifferenz
der beiden Länder ^^nau um den Zollsatz erhöht.
Der inteniationale Absatz, der ohne Zoll Oa„ (Fi^. 73)
wäre, muss sich auf jene Mcn^e Oa beschränken,
hei welcher der Abstand der Kurven OK' und OJ'^
(1. i. der hei dieser Men^e veifü^hare Monopolsnutzen,
dem entfallenden Zollertra^e gerade gleich ist; der
Zollertra^ s])iclt eben j>anz dieselbe Rolle, wie der
Nutzen eines monopolistischen Zwischeidiändlcrs, wie
Fracht oder Steuer. Mit dem Absatz reduzirt sich
auch der internationale Gemeinnützen von b„d„ auf
wovon auf die Rewohner des Eximrtlandes nur
hh'^ auf jene des Importlandes nur dd' entfällt, so
dass beide Theile verlieren; da aber der Zollertra^
J)'d' ^anz, wie der Monojmlsnutzen, dem Nutzen jenes
Landes, das den Zoll eiidieht, zuzurechnen ist, so kann
dieses Land doch einen grösseren Vortheil als heim
zollfreien Verkehr erreichen. Für das Ini])ortland ist,
wenn darnach getrachtet wird, die Summe von Zoll-
ertra^r und Nutzen der Hür^^er möglichst gross zu