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enthält. Ausgelaugt gewährt sie eine vortreffliche Lauge für
Seifenfabriken. Der als Autorität in Beziehung auf Baumwolle
und Baumwollsamen bekannte Atkinson in Boston
meinte, dass die Hülsen der Baumwollsamen ein ganz brauchbares
Material zur Papiererzeugung bieten würden, bisher
liegt jedoch in dieser Richtung noch keine praktische Erfahrung
vor.
5. Seifenlager sind die Rückstände nach dem Raffiniren
des Oels; dies wird zur Seife verarbeitet, manchmal auch zur
Darstellung von Farben verwendet.
Aus diesen Angaben ist ersichtlich, welch’ grossen Gewinn
in günstigen Jahren die Baumwollsamen-Verarbeitung
abzuwerfen vermag. Manche P'abriken zahlen bis zu 40 Percent
Dividende.
Transportkosten. Baumwollsamen ist ein sehr schwerer,
gewichtiger Artikel; die Fracht ist ausnehmend theuer
und deshalb wird er zumeist per Wasser verfrachtet. Die
Folge ist, dass die meisten Fabriken an Flüssen gelegen sind.
Letztes Jahr zahlten die Oelmühlen New-Orleans für Fracht
allein 360.000 Dollars aus.
Die Baumwollsamen-Oel-Industrie ist nicht blos für New-Orleans
einer der vielversprechenden Geschäftszweige. Wenn
schliesslich einmal der volle W^erth derselben gewürdigt werden
wird, ist die Zukunft derselben geborgen. Für selbe ist
keine Grenze gesetzt und sie wird ebensolchen Aufschwung
nehmen, wie die Baumwoll-Industrie überhaupt, als die Baumwoll-Spinnmaschine
erfunden wurde. Die letzte Ernte ergab
ca. 2.800.000 Tonnen Samen, die, verarbeitet, ca. 98 Mill.
Gallonen Oel, 6i*/2 Mill. lbs. Baumwolle und 2100 Mill. lbs.
Kuchen ergeben haben würden. Fs. kam aber natürlich sehr
viel weniger zur Verarbeitung.
Der Consul der Vereinigten Staaten in Marseille, J. B.
Gould, berichtet, dass die Baumwollsamen-Oeleinfuhr im Seehafen
von Marseille von Jahr zu Jahr steige; bis zum Jahre
1866 war dieser Import sehr gering, und vornehmlich blos
von englischen Quetschwerken ausgehend. Die Ausdehnung
der Marseiller Seifenfabrikation, insbesondere die Herstellung