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Gesamtwert von 9,4 bzw. 10,7 und 11,7 Mill. AZ. (davon Schaumwein 0,9, 1,0 und
0,9 Mill. AM).
Die fiskalische Belastung der deutschen Bevölkerung durch Zölle und Reichssteuern
auf Wein und Schaumwein betrug 1926 51,8 Mill. AM, 1927 56,5 Mill. AM und 1928
50,6 Mill. AM oder 0,82 AM bzw. 0,89 AM und 0,79 AM je Kopf der Bevölkerung.
Wenn man auf Grund der Ergebnisse der Steuerstatistik die restlichen Isteinnahmen aus
der Wertsteuer in der Weise verteilt, daß 15 vH der Einnahmen aus der Weinsteuer
als Schaumweinsteuererträge angesehen werden, lassen sich die Gesamteinnahmen vom
Schaumwein auf 9,6 Mill. AM für 1926 und auf 16,6 Mill. AM für 1927 be-
rechnen; im Rechnungsjahr 1928 betrugen sie 16,5 Mill. AM.
An Steuerrückständen aus der Weinsteuer sind am 1. April 1928 noch 1,6 Mill. AM
nachgewiesen worden. Die Höhe der Rückstände aus der Schaumweinsteuer bezifferte
sich am 1. April 1928 auf 0,1 Mill. A. und am 1. April 1929 auf 1,0 Mill. AM,
ec. Zucker, Stärkezucker, Rübensäfte
Die Isteinnahmen aus der Zuckersteuer sind im Rechnungsjahr 1927 mit
224,5 Mill. AA um 21,3 vH hinter der Vorjahrshöhe (285,1 Mill. AA) zurückgeblieben,
weil sich in der zweiten Hälfte des Rechnungsjahres die am 1. August 1927 erfolgte
Herabsetzung der Steuersätze auf die Hälfte ihres bisherigen Betrags auswirkte. In
den Ergebnissen für 1928 tritt der Umfang der Steuersenkung erstmalig für ein
volles Rechnungsjahr in Erscheinung. Da der inländische Zuckerverbrauch die in
den letzten Jahren beobachtete steigende Tendenz beibehielt, ergaben die Erträge
des Rechnungsjahres 1928 mit 158,2 Mill. AZ.M indessen rd. 15 Mill. Z.M mehr als
die Hälfte des Aufkommens in 1926.
Die Voranschläge für die Zuckersteuer sind im Rechnungsjahr 1926 (265,0 Mill. AM)
durch die Isteinnahmen um 7,6 vH überschritten, im Rechnungsjahr 1927 (225,0 Mill. AM)
nicht voll erreicht (— 0,2 vH) und im Rechnungsijahr 1928 (140.0 Mill. AM) wieder
um 13,0 vH überholt worden.
Die Herstellung zuckersteuerpflichtiger Erzeugnisse gestaltete sich in den Betriebs-
jahren (1. September bis 31. August) 1926/27 bis 1928/29 wie folgt:
Erzeugnisse
1926/27 ! 1927/28 [| 1928/29
DE
Pi
Zucker, berechnet in Rohzuckerwert ..........
Stärkezucker in fester Form.
Stärkezuckersirup ..... 2.
Rübensäfte und Zuckerabläufe mit einem Reinheitsgrad
von 70 vH und darüher ... N
16 635 469
88 282
432 938
231 204
16 751 333
82 867
470 229
261 221 |
18 635 741
68 295
482 366
192 738
Die Zuckereinfuhr belief sich nach den Ergebnissen der Handelsstatistik, berechnet in
Rohzuckerwert, 1926/27 auf 1418422 dz, 1927/28 auf 841 268 dz und 1928/29 auf
772 713 dz im Werte von 43,3, 21,9 und 20,6 Mill. AA. Die Einfuhr von Füllmassen,
Abläufen und Stärkezucker hielt sich in verhältnismäßig engen Grenzen. Dagegen hat
die Einfuhr von Melasse und Melassekraftfutter in den Betriebsjahren 1927/28 und
1928/29 stark zugenommen; sie betrug in diesen Zeiträumen 138 503 dz bzw. 350 460 dz
im Werte von 1,0 bzw. 3,4 Mill. AM gegen 19 040 dz im Werte von 0.1 Mill. #4 im
Betriebsjahr 1926/27,
Aus dem Geltungsbereich des Zuckersteuergesetzes wurden nach den Ergebnissen de!
Steuerstatistik in den Betriebsjahren 1926/27 bis 1928/29 an Verbrauchs- und Rohzucke!
2056 779dz. 1537196dz und 219243836dz Rohzuckerwert ausgeführt. Für die