Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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für  solche  Existenzen.  Ein  von  allen  Mitteln  entblösster  Mann,
der  in  der  Union  noch  Geld  schuldete,  konnte  in  Texas  Vermögen ­
  erwerben  und  dieses  war,  bis  zu  einer  gewissen  Höhe,
gegen  Angriffe  der  Gläubiger  geschützt.  Ein  ähnliches  Mittel
wandten  ja  auch  Romulus  und  Remus  an,  um  ihrer  „ewigen
Stadt“  Bürger  zu  verschaffen.  An  diesem  Gesetze  hat  Texas
festgehalten  und  die  meisten  Staaten  der  Union  haben  ähnliche
Gesetze  erlassen.  Die  Folge  blieb  nicht  aus.  Schon  1850
hatte  Texas  212.000,  i860  601.000,  1870  818.000  und  1880
1-592.000  Einwohner.
Zum  Exemptionsgesetz  kommt  das  Homstead-Gesetz,  das
liberaler  ist,  als  jenes  der  anderen  Union-Staaten,  und  das
Wuchergesetz.  Die  unoccupirten  Ländereien  der  anderen
Unionstaaten  gehören  der  Unionsregierung  in  Washington  und
sie  verfügt  darüber,  an  Ansiedler,  die  fünf  Jahre  darauf  gewohnt ­
  haben.  Erst  nach  Ablauf  dieser  fünf  Jahre  werden  sie
verfügbares  Eigenthum  des  Ansiedlers.  Als  Texas  sich  im
Jahre  1845  der  Union  anschloss,  behielt  sich  die  texanische
Staatsregierung  die  öffentlichen  Ländereien  vor  und  sie  gibt
jedem  Familienhaupt  160  Acres,  jedem  unverheiratheten  Manne,
über  18  Jahre  alt,  80  Acres  gegen  die  Einschreibegebühren
von  circa  15  Dollars,  die  schon  nach  dreijähriger  Occupation
volles  Eigenthum  werden.
Nach  dem  Exemptio  nsgesetz,  §  16  der  Verfassung  von
Texas,  ist  jede  Homestead  frei  von  Inanspruchnahme  und
Verkauf  für  jede  Schuld,  mit  Ausnahme  des  Geldes,  um  das
sie  —  von  einem  früheren  Besitzer  —  angekauft  wurde,  oder
eines  Theiles  dieses  Geldes,  oder  der  Steuern,  oder  des  Arbeitslohnes ­
  für  Arbeit  auf  dieser  Homestead,  oder  der  Schuld,
die  für  Herstellung  von  Anlagen  darauf  gemacht  wurde  und
im  letzteren  halle  auch  nur,  wenn  ein  schriftlicher  Vertrag
über  die  auf  der  Homestead  zu  leistende  Arbeit  oder  darauf
aufzuführende  Baulichkeiten  oder  Anlagen  (Improvements)  vorliegt, ­
  der  die  Zustimmung  der  Ehefrau  und  des  Besitzers  gefunden ­
  hat.  Der  Besitzer  darf  die  Homestead  nur  mit  Zustimmung ­
  seiner  Frau  verkaufen.  Keinerlei  Hypothek  (mortgage, ­
  trust  or  lien)  auf  eine  Homestead  soll  gütig  sein,  ausser
            
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