Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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dass  man  nicht  davon  sprechen  kann,  wenn  man  unsere
^griffe  über  diesen  Punct  richtig  aufgefasst  hat.
Wie  viel  können  die  Amerikaner  in  dieser  Hinsicht  von
uns  noch  lernen!  So  lange  die  Steuern  nicht  einen  ganz  unverhofften ­
  Aufschwung  hierselbst  nehmen,  so  lange  kann  man
.  bereinigten  Staaten  Nordamerikas  nur  schwer  mit  Ländern
in  Europa  vergleichen.
Was  uns  von  der  erdrückenden  Einfuhr  von  Fleisch  aus
exas  rettet,  ist  die  Einwanderung,  die  sich  nun  auch  diesem
Lande  zuwendet.
Jeder  Einwanderer  erwirbt  sich  so  bald  als  möglich  eine
omestead,  das  heisst  einen  Grundbesitz  von  8o  bis  i6o  Acres
und  benützt  diese  Fläche  zum  Ackerbau,  der  hier  sehr  lohnend
^heint,  da  der  Boden  an  vielen  Stellen  sehr  fruchtbar  ist.
uf  diese  Art  wird  die  Viehzucht  von  Jahr  zu  Jahr
Ulehr  zurückgedrängt,  bis  sie  in  wenigen  Jahren  nur  mehr
unfruchtbaren  Ländereien  zu  finden  sein  wird;  daher  die
enge  des  hier  gezogenen  Rindviehes  sehr  abnehmen  muss,
feilich  wird  dieses  Verdrängen  in  den  ersten  Jahren  diesen
rfolg  nicht  haben,  da  die  noch  unbenützte  Fläche  des  Bodens
Sehr  bedeutend  ist.  Der  Betrieb  der  Landwirthschaft  ist  hier
uoch  im  Entstehen,  so  dass  es  schwer  ist,  sich  über  den  Erfolg
lar  zu  werden.  Zu  Befürchtungen,  glaube  ich,  dürfte  er  nicht
u  ass  geben,  denn  wir  wissen  nur  zu  gut,  wie  schwer  es
^^Ibst  bei  unseren  Verhältnissen  ist,  mit  aller  Mühe  und  Sorg-U
  l  es  dahin  zu  bringen,  dass  ein  Grundbesitz  3  bis  4  Percent
i^ügt.  Was  kann  hier  dann  erst  der  Betrieb  einer  Landwirth-^chaft
  tragen?  Ich  glaube,  nicht  mehr  als  1/2  bis  i  Percent,
^enn  gleich  die  Fruchtbarkeit  des  Bodens  ganz  bedeutend
c'.ass  man  heute  noch  nicht  an  eine  Düngung  der  Felder
^ukt,  und  durch  den  langen  Sommer  zwei,  ja  selbst  drei  Ernten
n  ^inem  Jahre  auf  einem  und  demselben  Felde  haben  kann.  Ist
uueh  das  nicht  ganz  unbedenklich,  so  ist  wieder  zu  berückichtigen,
  dass  wir  in  der  Bewirthschaftung  des  Ackerlandes
einer  viel  höheren  Stufe  stehen  als  die  Texaner,  die  nicht
•nnial  ein  Fruchtwechselsystem  kennen,  sondern  zehn  bis
Hiifzehn  Jahre  auf  demselben  Acker  Weizen  bauen.
            
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