Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Ein  Blick  auf  eine  gute  Karte  dieser  Gegend  lehrt,  dass
die  Unionsregierung  viele  Forts  daselbst  anlegte,  um  die  Indianer ­
  und  auch  die  Mexicaner  in  Ordnung  zu  halten.  Keine
Eisenbahn  verband  diese  Militärstationen  mit  der  Fruchtebene
östlich  vom  Mississippi,  von  wo  sie  verproviantirt  werden
mussten.  In  Californien  gab  es  noch  fast  keinen  Ackerbau,
von  Westen  konnte  das  Militär  auf  diesen  Stationen  also  nicht
mit  Lebensmitteln  versorgt  werden.  Auf  Frachtwagen  wurden ­
  Mehl  und  Fleisch  von  St.  Louis  —  15®®  Meilen  weit
hierhergebracht.  Die  Ackerbauproducte  des  Mr.  Maxwell  genossen ­
  also  einen  natürlichen  und  hohen  Schutzzoll  in  dem
Preise  des  Transportes  auf  der  über  1500  Meilen  weiten
Strecke  von  St.  Louis  hierher;  wir  werden  später  sehen,  dass
sie  auch  heute  noch  einen  Schutz  aus  ähnlichem  Grunde,
wenn  auch  keinen  so  grossen,  besitzen.  Ein  englisches  Pfund
Mehl  kostete  damals  in  diesen  Forts  bis  zehn  Cents,  zuweilen
sogar  18  Cents!  Mr.  Maxwell  schloss  Contracte  mit  der  Regierung ­
  auf  Verproviantirung  dieser  Forts  ab  und  bezog  Einiges
aus  St.  Louis,  Mehl,  Hafer,  Heu  und  Fleisch  erzeugte  er  aber
zum  grossen  Theil  selbst  auf  seinem  ungeheueren  Besitze.
Im  Jahre  1870  verkaufte  Maxwell  die  Herrschaft  an  Eng
länder  um  750.000  Dollars,  einen  Preis,  der  damals  für  gut
galt,  denn  noch  war  der  Eisenbahnbau  erst  bis  Kansas-City,
800  Meilen  östlich  von  Cimarron,  vorgerückt  und  noch  gab
es  keine  Viehzucht  in  grossem  Style  und  für  den  Export  in
Neu-Mexico.  Mit  dem  Auftreten  dieser  Engländer  begann
ein  grosser  Schwindel  in  Actien  und  eine  Vernachlässigung
der  Oeconomie  in  Cimarron.  Sie  schufen  eine  Actiengesellschaft
  mit  einem  Nominalactiencapital  von  fünf  Millionen
Dollars  und  nahmen  dazu  noch  eine  Hypothek  von  weiteren
fünf  Millionen  Dollars  auf!  Auf  die  Actien  dürfte  so  gut  wie
nichts  eingezahlt  worden  sein.  Sie  wurden  unter  die  Gründer
vertheilt  und  an  die  Börsen  von  London  und  Amsterdam  g^'
bracht,  natürlich  möglichst  gut  an  Leichtgläubige  verkauft-Für
  die  Hypothek  wurden  Obligationen  oder  Bonds  ausgegeben. ­
  Wie  ich  hörte,  übernahm  sie  ein  Consortium  zu
80  Percent  und  brachte  sie  zu  85  Percent  auf  holländischen
            
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