Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Diese  Wolle  wird  nach  Massachusetts  geschickt,  die  fertigen
Decken  werden  von  dort  bezogen.  Die  Transportkosten  des
Rohmaterials  hin  —  man  beachte  wohl:  ungewaschene  Schmutzwolle ­
  —  und  der  Decken  zurück  betragen  circa  ó'/g  Cents
per  Ibs.  der  Decken,  macht  76.44  Francs  per  Metercentner
dieser  sehr  groben  Wollenwaaren.  Wasserkraft  zum  Betriebe
der  Fabriken  ist  reichlich  vorhanden.  Kohle,  wenn  man
Dampfbetrieb  vorziehen  sollte,  kann  zu  50  Cents  per  Tonne
(neun  Metercentner)  auf  dem  Gebiete  des  Grants  gefördert
werden.  Die  Zucht  grober  Schafe  in  Verbindung  mit  solcher
einfachen  Deckenfabrikation  würde  also  sehr  lohnend  sein.  —
Die  grossen  Profite,  welche  in  Amerika  gemacht  werden,  der
Reichthum,  den  viele  Amerikaner  schnell  machen,  erklärt  sich
einfach,  wenn  man  ihre  Geschäfte  in  deren  Details  auflöst.
Als  Ursache  findet  man  billiges  Land,  wenig  Steuern  und  gar
keine  solchen,  welche  die  Production  hemmen,  belästigen  und
theuer  machen  —  wie  die  Steuer  auf  die  Zuckerfabrikation  in
Europa  —  hohen  Schutzzoll,  den  die  Wollenmanufactur  ja
auch  geniesst,  und  an  entlegenen  Stellen  der  Union  die  Prämie,
welche  in  dem  Transporttarife  solcher  Artikel  liegt,  die  loco
in  Massen  consumirt,  von  weit  her  zum  Localmarkte  gebracht
werden,  auf  demselben  selbst  aber  aus  dort  gewonnenem  Rohmaterial ­
  und  mit  Benützung  billiger  Wasser-  oder  Dampf  kraft
fabricirt  werden  können.  Der  hohe  Arbeitslohn  wiegt  diese
enormen  Vortheile  bei  Weitem  nicht  auf,  und  das  Capital,
das  loco  zu  7  Percent  zu  haben  ist,  kann  von  grossen  Unternehmern ­
  weit  billiger  in  Europa  oder  in  Boston,  New-York
und  Philadelphia  geborgt  werden.
Auf  der  Herrschaft  Maxwell  trafen  wir  grössere  Schafheerden,
  die  fremden  Schafzüchtern  gehören,  welche  einen
Pacht  für  den  Acker  zahlen.  Es  waren  mexicanische  und  mh
Merinos  gekreuzte  Schafe.  Die  Herrschaft  könnte  grobe  Schafe
in  dem  Maasse  halten,  um  den  Wollbedarf  ihrer  Wollenfabrik
zu  decken.  Feinere  Schafe  rentiren  noch  besser.  Herr  G.  ^
Stonerood  in  Cabra  Springs  (Neu-Mexiko)  hat  22.000  fein®
Merinos.  Diesjähriger  Zuwachs:  9500  Lämmer.  Die  Frühjahrschur
  ergab  120.000  Ibs.,  die  zu  Las  Vegas  für  20.000
            
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