Full text: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

nicht mehr. Aber auf dieser ganzen Wüste wächst ausser an 
dm^iSake undv^^a^m gdmt^mShdkn, ^ 
Line Spur von Vegetation tragen, der Sagebusch, ein Strau _ 
der auf armem Boden nur wenige Zoll, auf reichem Bo 
einige Fuss hoch wird, staubgrau aussieht und vom i 
gefressen wird — wenn auch nicht gern. Wo er auftritt, 
ist der Boden reich an Alkalien. Spärlich sieht man 
Thälern dieser Wüste Graswuchs zwischen den Sagebusc 
(Sagebrush). . . 
In den Flussthälern von Neu-Mexico und Arizona ha 
Indianer und Mexicaner, nach Anleitung der Franciscane - 
Mönche, kleine Strecken dieser Wüste bewässert und » 
Winnen etwas Gemüse, Mais, Weiten und Obst darauf. Alto 
dies geschieht nur an den Ufern des Rio Grande del ^ 
und einiger anderen Flüsse. Nördlich von Arizona und Ne 
Mexico findet man dergleichen Cultur nicht, und 
ausgemacht, dass Nevada und .Westutah stets Wüste bleiB 
würden. Sie sind es auch geblieben, bis auf eine 
Kette, welche vom grossen Salzsee in Utah sich nord ic 
300 und südlich über 1000 Meilen, bis Tucson hinzieht. 
Diese Oasenkette hat der Glaube geschaffen, wenn aU 
ein Irrglaube, und die Ansiedelungen sind nach dem Fla 
eines sehr begabten Mannes, Brigham Youngs, entstanden. 
Es ist nicht meine Aufgabe und Absicht, über „Mormon^^ 
mus“ als eine besondere protestantische Secte oder Confe^ 
zu schreiben. Doch sehe ich nicht ein, wenn einmal die 
dition aufgegeben wird, weshalb der Mormonismus wemg 
berechtigt sein soll, als die anderen, protestantischen ^ 
fessionen, zu deren einer ich ja selbst gehöre. Der 
weiberei wegen wohl kaum, da ja Landgraf Philipp 
Hessen und König Friedrich Wilhelm II. von Preussen 
weiberei, mit Zustimmung der betreffenden kirchlichen Behof 
ihrer respectiven lutherischen Confessionen getrieben ^ 
und die Ehe mit ihren mehreren Frauen von solchen 
liehen Personen vor dem Altare eingesegnet worden 
Vom protestantischen Standpunkte aus lässt sich, glaube 
gegen den Mormonismus nichts Stichhaltiges Vorbringen,
	        
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