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wurden aber gezwungen, zu 9V2 und 10 Dollars zu verkaufen.
Hierbei verloren sie 3 Millionen Dollars. Nun etablirten sie
überall, namentlich in Europa, Agenturen zum Verkaufe amerikanischer
Provisionen und sicherten sich durch diese einen
Absatz für ihre nächste grosse Speculation. Darauf kauften
sie allen Vorrath von Pökelfleisch in der Union, ca. 250.000 Fass,
zu 9V4 bis IO' 4 Dollars und im Juli bis October „Optionen
für 1.250.000 Fass mehr! Dann sandten sie den ganzen Vorrath
in alle Welt und schlugen ihn durch ihre Agenten in
Europa und Südamerika los, und im Herbste 1880 war Chicago
leer von Pökelfleisch. Armour gewann 2 bis 3 Dollars an
jedem Fass, dass er damals noch besass, und 4 bis 6 Dollars
an jedem auf Lieferung gekauften Fasse; so „machte“ er bei
diesem Geschäft 7 Millionen Dollars.
Im Jahre 1881 hatte ein Herr Keogh in Milwaukee, niit
dem Armour unter einer Decke spielen soll, Pökelfleisch aufgekauft,
als es 12 Dollars per Fass stand, und bis auf 18 Dollars
hinaufgetrieben. Er besass 162.000 Fass auf Lager.
Gebrüder Fowler steckten gleichzeitig in einer grossen
Schmalzhausse.
Nebenbei sei bemerkt, dass in Mais und Weizen gao^
ebensolche Geschäfte gemacht werden und vom Weizen oadrei
Millionen Bushels durch zu langes Lagern bei grosser
Hitze in Chicago im Sommer 1881 verdorben sind. Trotzdem
machte man Mehl daraus.
Für Staaten, die, wie Cuba, England, Belgien und Deutschland,
nicht mehr so viel Nahrungsmittel erzeugen als ihre B®
völkerung bedarf, ist es gewiss sehr hart, in ihrer Versorgung
mit so wichtigen Produkten wie Brod und Fleisch von einem
Lande abzuhängen, das diese Producte zwar billiger pr^
duciren kann, als irgend ein anderes Land der Welt,
dem aber die grossen Profite der letzten Jahre eine Anzn
ungeheuer reicher Männer geschaffen haben, welche Geld genug
haben, den ganzen zum Exporte überschüssigen Vorrath Amerika
aufzukaufen und monatelang aus dem Verkehre ^u
ziehen, auf die Gefahr hin, dass davon so viel verdirbt,
ein paar Millionen Menschen in einem Jahre verzehren würdet»