Full text : Die Theorie des Geldes

Geld  und  Waare.

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sie  beide  im  Handel  spielen,  etwas  weniger  oberiläclilich,
  als  dies  bisher  stets  geschehen  ist  3),  mit  einander
zu  vergleichen,  oder  m.  a.  W.  den  Akt  des  Umsatzes,
oder  den  Kauf  oder  Verkauf  von  Waaren  einer  genaueren ­
  psychologischen  Analyse  zu  unterziehen. ­

Jede  Waare  wird  veräussert,  weil  der  Eine  vergleichsweise ­
  Ueberfluss,  der  Andere  vergleichsweise
Mangel  daran  hat,  oder  weil,  gleichviel  aus  welchem
Grunde,  der  Eine  einen  höheren  Werth  auf  den  Besitz
derselben  legt,  als  der  Andere.  Aller  Handel  —  und
die  Waare  ist  ja  nichts  anderes  als  das  Object  des
Handels  —  gründet  sich  auf  eine  dem  Bedarf  nicht
entsprechende  Vertheilung  des  betreifenden  Artikels
unter  die  verschiedenen  Personen  (resp.  Plätze  oder

3)  Vgl.  z.  B.  Roscher  a.  a.  0.  p.  194:  ,,Ein\zum  rertauschcn
bestimmtes  Gut  heisst  ff^aare.**
Rau-Wagner  a.  a.  0.  I.  p.  48;  ,,I)as  regelmässig  zum
Tausche,  daher  namentlich  zum  Liebergang  in  den  l'erkehr,  bestimmte
Gut  pßegl  ITa  are,  das  Gut,  gegen  welches  es  regelmässig  eingetauscht
  wird,  pßegt  Zahlmittel  {Tauschmittel)  genannt  zu  werden.**
Weiss  nun  nach  dieser  schönen  Definition  Jemand,  worin  der
Unterschied  zwischen  Geld  und  Waare  besteht?  Oder  ist  mit
dieser  sog.  Definition  auch  nur  im  geringsten  mehr  gesagt,  als
dass  eben  das  Geld  immer  die  eine,  die  Waare  immer  die  andere
Seite  jedes  Umsatzes  oder  Kaufaktes  bildet  ?
            
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