Full text : Die Theorie des Geldes

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Capitel  I.

Auch  für  diese  Annahme  fehlt  es  an  jeder  Basis.
Denn  wenn  man  etwa  glaubt,  dass,  sobald  eine  Sache
gegen  eine  andere  „vertauscht“  werden  könne,  es
auf  eines  hinauslaufe,  welche  von  beiden  man  gerade
besitze,  so  übersieht  man  dabei,  dass  ja  der  Umsatz,
gleichviel  ob  Tausch  oder  Kauf  resp.  Verkauf,  keine
blose,  auf  Grund  eines  einfachen  Forderungsrechtes  sich
vollziehende,  Umwechslung,  wie  etwa  die  Einlösung
einer  Banknote  oder  die  Einkassirung  eines  Coupons
sondern  vielmehr  immer,  und  zwar  für  beide  Theile,
ein  Stück  wirthschaftlicher  Arbeit  ist,  wie  schon  das
Gewerbe  der  Mäkler  beweist,  oder  m.  a.  W.  dass  jeder
Umsatz  den  betreffenden  Personen  mehr  oder  weniger
Mühe,  ja  unter  Umständen  sogar  Kosten,  verursacht,
und  dass  es  daher,  auch  wenn  der  Preis  der  gleiche
bleibt,  keineswegs  ein  und  dasselbe  ist,  ob  ich  eine
Sache  bereits  gekauft  resp.  verkauft  habe  oder  aber  erst
noch  kaufen  resp.  verkaufen  muss.  Der  Verkäufer  einer
Waare  würde  sich  z.  B.  unter  gewöhnlichen  Verhältnissen ­
  sehr  bedanken,  wenn  man  ihm  statt  der  verlangten ­
  Geldsumme  eine  andere  Waare  von  gleichem
Preise  böte,  die  er  erst  verkaufen  müsste,  um  zu  seinem
14)  Diesen  Fehler,  den  Umsatz  oder  Kauf  resp.  Verkauf  mit
der  Einlösung  einer  Banknote  zu  vergleichen,  begeht  u.  A.  Marx,
Das  Kapital,  p.  141.
            
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