Full text : Die Theorie des Geldes

Geld  und  Waare.

31

Gelde  zu  gelangen.  Daher  die  gegeneinander  umgeselzten
  oder  umsetzbaren  Gegenstände  oder  Quantitäten
auch  selbst  für  Dritte,  Aussenstehende,  keineswegs
immer  gleichwerthig  sind,  sondern  je  nach  den  individuellen ­
  Umständen,  in  welchen  sich  der  Betreiiende  belindet,
  er  bald  auf  den  Besitz  der  einen,  bald  auf  den
Besitz  der  andern  der  gegeneinander  umsetzbaren  oder
thatsächlich  vor  seinen  Augen  gegeneinander  umgesetzten ­
  Sachen  oder  Quantitäten  mehr  Werth  oder  grösseres
Gewicht  legen  wird.
Wir  sehen  also,  die  Vorstellung,  dass  jeder  Umsatz
eine  Werthgleichung  darstelle,  erscheint  gänzlich  aus
(1er  Luft  gegritfen  und  in  jeder  Beziehung  unhaltbar.
Es  kann  daher  auch  der  Schluss  von  dem  Preise
verschiedener  Waaren  auf  ihr  gegenseitiges  Werthverhältniss
  keine  blose  Anwendung  des  Grundsatzes  sein,
dass,  „wenn  zwei  Grössen  einer  dritten  gleich,  sie  auch
unter  einander  gleich“  sein  müssen.  Vielmehr  kann
dieser  Schluss  nur  auf  dem  Prinz!pe  „gleiche  Ursachen
bringen  gleiche  Wirkungen  hervor“  beruhen,  d.  h.,  genauer ­
  gesprochen,  darauf,  dass,  wenn  Ort  und  Zeit
gegeben  ist,  der  Preis  der  Waaren  in  der  Begel  mit
ihrem  Werlhe  in  Proportion  steht,  sowohl  vom  Stand-Punkt
  des  Käufers  als  des  Verkäufers  aus  betrachtet.
Man  wird  ohne  Zweifel  im  Allgemeinen  einen  um  so
höheren  Preis  für  eine  Waare  fordern  resp.  zu  zahlen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.