Full text: Die Theorie des Geldes

Geld und Waare. 
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Gelde zu gelangen. Daher die gegeneinander umge- 
selzten oder umsetzbaren Gegenstände oder Quantitäten 
auch selbst für Dritte, Aussenstehende, keineswegs 
immer gleichwerthig sind, sondern je nach den indivi 
duellen Umständen, in welchen sich der Betreiiende be- 
lindet, er bald auf den Besitz der einen, bald auf den 
Besitz der andern der gegeneinander umsetzbaren oder 
thatsächlich vor seinen Augen gegeneinander umgesetz 
ten Sachen oder Quantitäten mehr Werth oder grösseres 
Gewicht legen wird. 
Wir sehen also, die Vorstellung, dass jeder Umsatz 
eine Werthgleichung darstelle, erscheint gänzlich aus 
(1er Luft gegritfen und in jeder Beziehung unhaltbar. 
Es kann daher auch der Schluss von dem Preise 
verschiedener Waaren auf ihr gegenseitiges Werthver- 
hältniss keine blose Anwendung des Grundsatzes sein, 
dass, „wenn zwei Grössen einer dritten gleich, sie auch 
unter einander gleich“ sein müssen. Vielmehr kann 
dieser Schluss nur auf dem Prinz!pe „gleiche Ursachen 
bringen gleiche Wirkungen hervor“ beruhen, d. h., ge 
nauer gesprochen, darauf, dass, wenn Ort und Zeit 
gegeben ist, der Preis der Waaren in der Begel mit 
ihrem Werlhe in Proportion steht, sowohl vom Stand- 
Punkt des Käufers als des Verkäufers aus betrachtet. 
Man wird ohne Zweifel im Allgemeinen einen um so 
höheren Preis für eine Waare fordern resp. zu zahlen
	        
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