Full text : Die Theorie des Geldes

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Capitel  II.

vollkommen  passive  Rolle  spielt.  Indem  man  also
die  Grösse  des  Geldbedarfs  von  der  sog.  „Umlaufsgeschwindigkeit'' ­
  des  Geldes  oder  von  der  Summe  der
Zahlungen  abhängig  macht,  welche  mit  Hülfe  ein  und
desselben  Geldstückes  innerhalb  eines  bestimmten  Zeitraumes ­
  bewerkstelligt  werden,  hat  man  damit  über  den
wirklichen  Zusammenhang  der  Dinge  oder  über  die
eigentlichen  Bestimmungsgründe  des  Geldbedarfs  noch
nicht  das  Allergeringste  gesagt.  Der  Satz,  dass  die
Effectuirung  einer  gegebenen  Summe  von  Zahlungen
oder  sämmtlicher  Zahlungen  eines  gegebenen  Zeitraumes ­
  um  so  weniger  Geld  in  Anspruch  nimmt,  je  mehr
von  diesen  Zahlungen  mit  Hülfe  eines  und  desselben
Geldstückes  vollbracht  werden  können,  besagt  in  der
That  nicht  mehr,  als  dass  zwei  mal  zwei  vier  ist.  Ueberdies
  drückt  das  Wort  „Umlaufsgeschwindigkeit"  streng
genommen  auch  nicht  einmal  dasjenige  aus,  was  dadurch ­
  ausgedrückt  werden  soll.  Denn  wenn  man  diesem ­
  Worte  nicht  geradezu  Zwang  anthun  will,  so
kann  doch  immer  nur  die  Raschheit  der  Aufeinanderfolge ­
  der  einzelnen  Zahlungen,  welche  mit  Hülfe  eines
und  desselben  Geldstückes  ausgeführt  werden,  nicht
aber  die  Häufigkeit  der  Verwendung  ein  und  desselben ­
  Geldstücks  innerhalb  eines  bestimmten  Zeitraumes ­
  darunter  verstanden  werden.  Offenbar  kann  die
            
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