Full text : Die Theorie des Geldes

41

Bedarf  an  Geld.
Anzahl  der  Zahlungen,  welche  mit  Hülfe  eines  und
desselben  Geldstückes  innerhalb  z.  B.  eines  Jahres  ausgeführt ­
  werden,  eine  sehr  grosse  sein,  und  es  brauchen
doch  darum  die  Zahlungen  noch  keineswegs  sehr  rasch
auf  einander  zu  folgen,  sondern  können  möglicherweise
zeitlich  sehr  weit  auseinander  liegen,  indem  sie  sich
vielleicht  ziemlich  gleichmässig  über  das  ganze  Jahr
vertheilen.  Und  ebenso  lässt  es  sich  denken,  dass  umgekehrt ­
  die  Anzahl  der  Zahlungen,  zu  welchen  ein
und  dasselbe  Geldstück  innerhalb  eines  Jahres  Verwendung ­
  findet,  eine  sehr  kleine  ist,  und  dabei  doch  die
Baschheit  der  Aufeinanderfolge  der  einzelnen  Zahlunt?en,
  zu  welchen  ein  und  dasselbe  Geldstück  benutzt
wird,  eine  sehr  grosse  ist,  indem  sich  vielleicht  die  bebetrelfenden
  Zahlungen  auf  einen  ganz  kleinen  Theil
des  Jahres  zusammendrängen.
Man  sieht  also,  die  ganze  Theorie  von  der  Bestimmung ­
  des  Geldbedarfs  durch  die  sog.  „Circulationsgeschwindigkeit“
  des  Geldes  erweist  sich  bei  näherer
Betrachtung  als  ein  durchaus  leerer  und  nichtssagender
Formalismus.
Zu  alledem  kommt  noch  hinzu,  dass  diese  Theorie
iinch  nicht  den  geringsten  Anhaltspunkt  darbietet,  um
in  irgend  einem  concreten  P\dl,  sei  es  nun  für  dieses
oder  jenes  Land,  den  Geldbedarf  auch  nur  annähe-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.