Full text : Die Theorie des Geldes

62  Capitel  IL
auch  noch  das  sogen,  „inconvertible  Pa  piergeld“
zu  bezeichnen.
Die  meisten  neueren  Oekonomisten  wollen  zwar  in
dem  inconvertiblen  Papiergeld  kein  bloses  Ersatzmittel
des  baaren  Geldes  sehen  sondern  vielmehr  eine  ganz
eigene  oder  selbstständige  Art  von  Geld  neben  und
ausser  dem  Metallgeld  2®).
Diese  Auffassung  scheint  mir  indess  ebenso  unrichtig ­
  zu  sein,  wie  die  Ansicht,  welche  Banknoten  und
Wechsel  in  ein  und  dieselbe  Kategorie  verweist;  denn
auch  das  inconvertible  Papiergeld  besitzt  nur  einen  repräsentativen ­
  Werth,  d.  h.  verdankt  seinen  Werth  nicht
sich  selbst  sondern  nur  einer  rechtlichen  Beziehung
auf  das  Metallgeld  oder  die  Münze.  Diese  rechtliche
Beziehung  besteht  allerdings  nicht,  wie  bei  der  conversa) ­

  Dies  ist  insbesondere  eine  Lieblingsthesis  A.  Wagner’s,
die  in  seinen  zahlreichen  Schriften  über  Geld  und  Bankwesen
immer  von  Neuem  wiederkehrt.  Vgl.  Beiträge  zur  Lehre  von  den
Banken  p.  34  ff.  Art.  „Papiergeld“  in  Bluntschli’s  Staatswörterbuch.
VII.  p.  646—663.  Geld-  und  Credittheorie  der  Peelschen  Bankacte, ­
  p.  21.  Die  russ.  Papierwähr.,  p.  49.  Ferner  die  einschlägigen ­
  Artikel  in  Rentzch’s  Handwörterbuch.
Siehe  indess  auch  schon  vor  Wagner  beispielsweise
Cu  Hoch,  On  metallic  and  paper  money  and  banks.  Edinb.  1858,
p.  7:  ,,sucA  notes  are  not  representatives  of  money,  hat
are  themselves  a  variety  of  money.**
            
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