stärke
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stärkezucker
die Durchschnittsausbeute ist aber nur 73 ®/o-Im
Reiskorn liegen die sehr feinen Stärkekümchen
im innigen Gemenge mit den übrigen Mehlstoffen
und eine bloß mechanische Behandlung
ist daher nicht hinreichend, die Trennung zu i
bewirken, welche vielmehr durch chemische I
Mittel gefördert werden muß. Es ist demnach !
der Gang der Fabrikation etwa folgender: Der j
ungeschälte Reis wird mit Wasser, in welchem
Ätznatron (man wendet eine Lauge von 1 bis
2® Bé. an) gelöst ist, so lange gequellt, bis sie
zwischen den Fingern zerreiblich ist; dann wird
der gequellte Reis zur Entfernung der Lauge
mit Wasser zweimal ausgewaschen und unter
Zusatz schwächerer Lauge zwischen Steinen gemahlen.
Die milchige Flüssigkeit läuft in große
tiefe Gefäße, in denen sich Hülsen und Kleber
am Boden absetzen. Zur rechten Zeit, welche
durch Beobachtungen an kleinen Fensterchen,
die in der Kufenwand angebracht sind, erkannt
wird, pumpt man die Stärkeüüssigkeit ab auf
andere Gefäße und versetzt sie mit noch mehr
Wasser. Hier klärt sich die Flüssigkeit ab und
die S. sinkt zu Boden. Der Rückstand der ersten
Kufe wird ausgepreßt, während die Preßkuchen
nach sorgfältigem Auswaschen mit Wasser als
Viehfutter verkauft werden. Der Stärkebrei wird
durch Siebe getrieben und so gereinigt, dann in
leinene Tücher geschlagen oder in der Zentrifuge
entwässert. Das Trocknen geschieht in der Regel
bei 40 bis 50® R. — In England wird in ähnlicher
Weise wie aus Reis auch viel M aisstärke
bereitet. — Erzeugung und Verbrauch von Kartoffel-
und Weizenstärke sind großartig und der
letztere ist sehr mannigfaltig. Die Kartoffelstärke
wird zum eigentlichen Stärken und Appretieren
in der Regel nicht verwendet, schon deshalb,
weil sie einen gelblichen Kleister gibt; sie dient
als Schlichte in der Zeugweberei und sonst zu
Kleister, als Farben verdickungsmittel beim Zeugdruck,
in Konditorei, Bäckerei und Küche, und
in großen Mengen zur Darstellung von Dextrin,
Stärkesirup und Stärkezucker. Es besteht diese
Stärkeart aus den größten Körnchen, welche
unter dem Mikroskop eiförmig erscheinen mit
einem Nabel am spitzen Ende und übrigens mit
ringsumlaufenden Streifen als Zeichen eines geschichteten
Baues. Die Kartoffelstärke bildet
mattweiße, leicht zerfallende Brocken; gepulvert
ist sie weiß und glänzend. Die Weizenstärke,
fester zusammenhängend, als Pulver bläulich
weiß und nicht glänzend, besteht aus linsenförmigen
Körperchen, gemischt mit viel kleineren
ganz runden. Die Reisstärke hat die kleinsten,
würfelig oder sonst eckig gestalteten Körnchen.
Sie ist nicht ganz unlöslich in kaltem Wasser
wie die übrigen Arten, sondern es verbleibt in
solchem, wenn beides zusammengerührt und dem
Abklären überlassen wird, ein ziemlicher Anteil
gelöst. Weizenstärke verhält sich übrigens, nachdem
sie anhaltend mit Wasser feingerieben worden,
ebenso. Sie ist die eigentliche Waschstärke
und das Appreturmittel für Zeuge, wird aber in
diesem Dienste durch die neu aufgetretene Reisstärke
für Fälle, in welchen eine feinere Appretur
erwünscht ist, wohl etwas beschränkt
werden. Es sind über das verhältnismäßige Steifungsvermögen
von Weizen-, Kartoffel- und Maisstärke
genaue vergleichende Versuche an gestellt
worden und man hat gefunden, daß dieses Vermögen
bei gleichen Mengen der Maisstärke am
meisten eigen, daß es bei der Weizenstärke geringer
und am geringsten bei der Kartoffelstärke
ist. Dabei hat sich aber noch herausgestell,
daß Mais- und Kartoffelstärke viel gleichmäßiger
steifen als Weizenstärke, vielleicht weil uieM
letztere aus zwei verschiedenen Arten von Kor
nern besteht. — Die S. kann, abgesehen von
Beimischungen ganz fremder Körper, besondß
auch durch zu großen Wassergehalt dem Käufe
Nachteil bringen. Wenn die Ware einige
in feuchter Luft belassen wird, so nimmt sie ne
trächtlich Wasser auf, ohne feucht zu erscheinen-Es
ist daher beim Einkauf der Wassergehalt ^
prüfen; es darf eine gewogene Probe bei vo ^
gern Austrocknen in einer Temperatur von 60 '
8ü® C. nicht mehr als 20®/, an Gewicht ve
Heren. Der Preis der Weizenstärke richtet s*
nach den Getreidepreisen. Kartoffelstärke *
immer beträchtlich wohlfeiler. — Eine nuassG
hafte Produktion von Kartoffelstärke findet, ^
schon bemerkt, in Schlesien statt, von v’O _
Ware in ganzen Schiffsladungen verführt
vieles erzeugen auch die Provinzen Sachsen »
Pommern. Magdeburg ist der hauptsächhc
Umsatzplatz, und demnächst Berlin, Hir *
Stärkewaren, Zucker und Sirupe. Der Ab»
ist landwärts nach Westfalen und den Khe^
landen, seewärts nach England und anderen L»
dem. Emballage in Fässern von G bis * g ,
oder Säcken von 1 bis 2 Ztr. Inhalt. Au
der gewöhnlichen Sortierung von Prima-,
kunda- und Tertiaware findet sich von K
toffelstärke noch vor: Rohstärke,
stärke und Schlammstärke, letztere j
wohlfeilste Produkt. Primaware wird zürn .
als chemisch gereinigt angekündigt. Knu
kommt ein guter Teil der S. klar gemahlen,
Kartoffelmehl, an den Markt, die Form,^^
welcher der Stoff meistens zu Genußmitteln ' ^
wendet und in Viktualienhandlungen feilgeb*
wird. Die ausländischen Arten von S.,
Arrowroot, Sago u. s. w., sind unter ihren f ^
zielten Namen beschrieben. — Zoll: Arror'r
Sago, Tapioka und alle Arten von S. gern- ...
i. Ah. Nr. 25 q 1«. Stärkezucker,
und Sirup Nr. 25 u (* 1) ; Stärkezucker, kn»
siert oder gebrannt, s. Tarif Nr. 25 x (*2)>
StUrkeplailz (Glanzstärke) ist eine Stärke^
welche dadurch, daß ihr ein Anteil Stearin ^
Paraffin, zuweilen auch beides, durch Veif
zugesetzt ist, die Eigenschaft erhält, ‘1er ^
behandelten Wäsche mehr Weiße und
höheren Glanz zu geben und das Platten
erleichtern, welches bei Verwendung
Stärke glätter von statten geht. — ZoU¡
Tarif Nr. 25 q 1 «. ^
Stllrkeziicker (Traubenzucker,
trose, Glukose, Glykose, Re e
traubenzucker, Krümelzucker). .. gphinsichtlich
ihrer Zusammensetzung und j,¡eschaften
von dem gewöhnlichen Zucker ve
dene Zuckerart bildet einen Bestandtei
vieler süßer Früchte, namentlich der g|,eii,
ben (daher der Name Traubenzucker), K' ^pcb
Pflaumen, Feigen u. s. w. und findet si ^pd
im Honig. Nach dem Genüsse zucke ^.^gg
stärkemehlhaltiger Nahrungsmittel tritt
Zuckerart auch im Chylus, dem gicb
und der Leber auf, pathologisch findet » |^gf.
im Harn bei der Harnruhr oder
krankheit (Diabetes). Auch bei »ier ^ppie*
zahlreicher Glucoside (die daher diesen ^gp
erhalten haben) durch Kochen mit ver “ gicb
Säuren entsteht dieser Zucker. Er biiu