Object: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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dem Hauptziel zu weit abführen, und es können daher ein paar 
Bemerkungen genügen. Sieht man nur auf die Uebertragung 
der echten Gedanken des ursprünglichen Werks, welches als 
Vorbild dient, so kann eine grössere Deutlichkeit und leichtere 
Zugänglichkeit fast regelmässig nur durch gesteigerte Klar 
heit des Gedankens erreicht werden. Die letztere ist aber nie 
von denen zu erwarten, welche nicht bereits einen hölioren 
Standpunkt einnehmen. Dagegen kann durch den Verzicht auf 
die feineren Seiten des Gegenstandes und durch Herabziehungen 
des neuen Autors auf das Niveau früherer Anschauungsweisen 
eine Annäherung bewerkstelligt werden, durch welche denen, 
welche das mehr Hervorragende als für sie nicht gemacht an- 
sehen, der Eingang eröffnet wird. Für den denkenden Leser 
mittleren Schlages, d. h. für alle nur halbwegs guten Köpfe 
hatte Adam Smith selbst mehr als nöthig gesorgt. Dagegen 
blieb noch eine Art von Naturen übrig, die entweder der eigent 
lichen Abrichtung wirklich bedurfte oder sich hatte einroden 
lassen und gewissen Gewohnheiten gemäss glaubte, dass sie 
derselben bedürfe. Für diesen Kreis hat sich Say bemüht, und 
es ist ihm in der That nicht schwer geworden, sich seinem 
Publicum anzupassen. Er brauchte nur das wieder von sich 
zu geben, was er sich angeeignet hatte. Auf diese Weise er 
fuhr der Inhalt des Smithschen Buchs ebenso wie das, was 
jener Französische Schriftsteller sonst noch von der früheren 
Uebcrlieferung berücksichtigte, die erforderliche Sichtung und 
Mischung zugleich. Gewiss Hess sich nun dasjenige schul- 
mässig und im weiteren Publicum verstehen, was auch schon 
die Mittelsperson begriffen und sich zu eigen gemacht hatte. 
Was jedoch insbesondere Frankreich anbetrifft, so war aller 
dings noch ein anderer Grund vorhanden, aus welchem dort 
eher als irgendwo sonst eine scheinbar selbständige Arbeit 
nöthig wurde. Die Franzosen hätten sich am allerwenigsten 
darein gefügt, die neue Gestalt der Oekoiiomio als fremdes Er- 
zeugniss schmackhaft zu finden, -und sie mussten sich daher 
unter allen Umständen mindestens die Genugthuung des Scheins 
der Selbständigkeit verschaffen. So nennen denn auch heute 
noch Französische Schriftsteller einen Say unter ihren „Meistern 
der politischen Oekonomie.” 
Ausserdem hat sich in die sogenannten Geschichten un 
seres Wissensgebiets in Rücksicht auf Say auch noch die Moi-
	        
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