Full text : Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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um  (las  Vertrauen  ihrer  Aktionäre  und  Gläubiger  in  so  ausgesprochener ­
  Weise  wirbt,  wie  die  der  Preussischen  Bodenkreditbank ­
  solches  tbut,  höchst  nothwendig  gewesen  wäre.  Vielleicht
sieht  sich  die  Direktion  veranlasst,  diesem  Mangel  heim  nächsten
Jahresabschluss  ahzuhelfen,  wo  ihr  die  Berichte  der  Süddeutschen
Bodenkreditbank,  der  Rheinischen  und  der  Württembergischen
IIy])othckenbank  je  zu  einem  Theile  als  Muster  dienen  könnten.
An  Schuldverpflichtungen  des  Instituts  standen  diesem  llypothekcnbesitz
  etc.  gegenüber  ausser  den  schon  angeführten  0,374,100  M.
Hypotheken  -  Schuldscheinen,  03,872,300  M  Hypothekenbriefe.
1,062,300  M.  davon  sind  à  áVg  pCt.,  der  Rest  à  5  pCt.  verzinslich,
und  23,287,500  M.  von  Letzterem  mit  10  pCt.  Zuschlag  zu  tilgen!
Die  cflektive  Verpflichtung  der  Bank  beträgt  also  rücksichtlich
dieser  Plandbriefkategorie  10  pCt.  mehr,  als  in  der  Bilanz  verzeichnet ­
  steht,  ein  Umstand,  über  dessen  eventuelle  Tragweite  wir  uns
bereits  an  anderer  Stelle  geäussert  haben.  Die  5  pCt.  Pfandbriefe  HI.,
V.  und  VI.  Serie  sind  erst  von  1882  resp.  1880  ah  al  pari  verloosbar.
  Ein  Disagio  der  pCt.  Hypothekenbriefe  ist  in  der
Bilanz  nicht  ersichtlich  gemacht,  dagegen  ist  ein  Amortisations-Zuschlags-Fonds-Konto
  vorhanden,  der  00,503  M.  enthält.  Sonstige
Bilanzposten  von  Bedeutung  sind  die  Debitoren  mit  3,295,112  M.,
das  bekannte  Bankgebäude  „hinter  der  katholischen  Kirche  Nr.  2“
mit  1,305,000  M.,  der  Wechsel  bestand  mit  9,045,505  M  die  Kassa
mit  701,285  M.  Das  Aktienkapital  erreicht  die,  für  eine  Hypothekenbank ­
  ungewöhnlich  hohe  Summe  von  30,000,000  M.  und
wird,  in  seiner  Eigenschaft  als  Reserve  der  Pfandhriefgläubiger
verstärkt  durch  den,  nunmehr  5,103,710  M.  enthaltenden  Reservelond,
  den  man  im  Laufe  einiger  Jahre  auf  den  statutenmässigen
Höchstbetrag  von  6,000,000  M.  =  20  pCt.  des  Aktienkapitals  zu
bringen  hofft.  Da  der  Pfandbriefumlauf  das  Zehnfache  der  Summe
des  cingczahlten  Aktienkapitals  betragen  darf,  so  würde,  nach
dem  Masstabe  der  letztjährigen  Progression  des  Hypothekenbrief-Umlaufs
  von  12,567,925  M.,  auf  eine  ganze  Reihe  von  Jahren
hinaus  eine  Vermehrung  des  Aktienkapitals  nicht  nöthig  sein.  Von
dem  Reingewinn  des  Jahres  1870  per  3,310,009  M.  erhielten:  der
Reservefond  10  pCt.  mit  301,001  M.,  die  Aktionaire  8  pCt.  Divi.
dendc  mit  2,400,000  M.,  die  Verwaltung  10  pCt.  Tantieme  (nach
Verzinsung  der  Aktien  mit  4  pCt.)  mit  3(X),225  M.  Die  Aktienrente
betrug  pro  1809  u.  ff.:  7,  8%,  14,  15,  0,  8,  8,  8  pCt.  -  Nach
            
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