Full text : Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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Hypothekenbesitz  und  den  Versiclierungsbestand  absolut  undetaillirt
  lässt,  sondern  durch  eine  Zeitungsinittbeilung  aus  dem  Jahre
1875  betretend  eine  Betbeiligung  des  Instituts  im  Betrage  von
428,000  d.  an  dem  Strousberg’scben  Konkurse  in  Böhmen  auf
Grund  eines  Ilypotbekdarlebens  in  obiger  Höbe.  Da  das  betreffende ­
  Objekt  das  Vierfache  der  Beleibungssumme  an  Werth  repräsentiren
  und  noch  eine  Naebbypotbek  von  1  Million  fl.  auf  demselben ­
  ruhen  sollte,  so  ist  vermutblicb  ein  Verlust  der  Anstalt
hieraus  nicht  erwachsen.
An  Hypotheken-Versicherungen  waren  Ende  1876  16,891,589  M.
in  Kraft.  Die  betreffenden  Objekte  waren  zu  29,600,000  M.  eingeschätzt, ­
  so  dass  das  Risiko  57  pCt.  der  Taxe  betrug.  Die
Antragsgebühren  und  Provisionen  daraus  betrugen  30,576  M  ,  an
Prämien  wurden  pro  1876  14,700  M  vereinnahmt,  welche  statutengeniäss
  dem  Prämicn-Rescrvc-Konto  pro  1876  überwiesen  wurden,
als  Gewinn  verbucht  wurden  dagegen  aus  den,  im  Jahre  1873
vereinahmten  Prämien  13,625  M.  Es  gelangen  nämlich  die  Prämien
aus  den  Versicherungen  erst  dann  als  Gewinn  zur  Verrechnung,
wenn  die  betreffenden,  stets  auf  drei  Jahre  abzuschliesscnden
Versicherungen  erloschen  sind.  Im  Verhältniss  zu  dem  Risiko  erscheint ­
  uns  übrigens  der  Gewinn  aus  dem  Versicherungsgeschäft
sehr  geringfügig.
Der  Hypothekenbesitz  betrug  Ende  1876  8,009,388  M.  gegen
6,935,531  M.  Ende  1875.  Derselbe  „ruht  zu  Gunsten  der  Antheilschein
  -  Besitzer  in  der  Kasse  der  Gesellschaft“.  Anthcilscheine
waren  zu  gleicher  Zeit  7,844,089  M.  vorhanden.  Dieselben  sind
à  4^2  und  5  pCt.  verzinslich  und  mit  5  pCt  Aufgeld  rückzahlbar.
Aus  dem  Gewinn  per  69,630  M.  gelangt  eine  Dividende  von  circa
7^/10  pCt.  mit  52,500  M.  zur  Vertheilung,  an  Tantiemen  etc.  werden
8,400  M.  gezahlt,  zur  Dotirung  des  Reservefonds  6,963  M.  verwendet. ­
  Letzterer  erscheint  in  der  Bilanz  unter  der  Kollektivbczeichnung:
  Prämien-,  Kapital-  und  Schädenreserven:  216,192  M  ,
so  das  man  nicht  weiss,  wie  hoch  jeder  einzelne  Reservefond  sich
stellt.  Die  Reserven  sind  zum  Theil  in  Effekten  angelegt,  denn
die  Aktivseite  der  Bilanz  zeigt  einen  „Obligations-Konto  der  Reserven“ ­
  von  125,200  M.  In  der  Bilanz  sind  auch  28,982  M.  Kontokorrent-Kreditoren ­
  und  135,613  M.  dergleichen  Debitoren  aufgeführt.
Die  Dividende  betrug  seit  1867:  6,  8,  IOO2,  10,  8,  10,  7‘/i2,  7»;iupCt.
            
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