7. Kap. Das Geld.
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So kann man denn mit Fug und Recht die Behauptung aufstellen, daß
vollzieht, je höher der Geldwerth ist, und je weniger Geldzahlungen zu machen
şiņd, desto weniger Geld ist nothwendig, und umgekehrt. Nun erweist sich
Ģr der durchschnittliche jährliche Gesamtbetrag der Geldzahlungen in den
zu machen haben, auch bedeutende Geldvorräthe bereit gehalten
^kn, damit die Vertragschließenden ihren Verpflichtungen gerecht werden
ņ^N; aber andererseits gewahrt denselben das Bestehen von Banken die
'9lichkeit, die von ihnen aufzubewahrenden Geldvorräthe auf ein Minimum
^schränken. So machen sich beim Anwachsen des Handelsverkehrs einander
c widersprechende Strömungen geltend l . Tie in unserer Zeit herrschende
■k Nachfrage nach Münzen zum Behufe von Lohn- und Frachtzahlnngen
allerdings eine vermehrte Verwendung von Metall zur Geldherstellung zur
Ño gehabt. Die daraus resultirenden Wirkungen werden aber durch die
üch ' Ņìau muß sich sorgfältig davor hüten, Stellvertreter des Geldes mit dem wirk-
Orti^ņ ^ be zu verwechseln und dergestalt zwei auf die Preisbildung ganz verschieden-
einwirkende Faktoren nicht auseinander zu halten. Die vermehrte Verwendung
îige ş" stelle des Geldes gebrauchten Zeichen bietet die Möglichkeit, die Menge des
wfol Geldes zu vermindern, und führt zu einer Erhöhung der Preise, weil sich
dkx 2 e ber dadurch bewirkten Vergrößerung des Gesamtbetrages der Umlaufsmittel
'vend "^ìverth ^8 Geldes ebenso vermindert, wie andererseits eine gesteigerte Ver-
vuf d"^ wirklichen Geldes eine gesteigerte Nachfrage zur Folge hat und demnach die
Pŗejs^şi Gleise herbeigeführte Erhöhung des Tauschwerthes des Geldes ein Fallen der
,e "ach sich zieht.
hie Größe der zur Abwicklung der Geschäfte der verschiedenen Länder erforder
lichen Geldvorräthe in jedem derselben von drei Factoren abhängt: von dem
Gesamtbeträge der in Geld zu leistenden Zahlungen, von dem Tauschwerthe
hes Geldes und von der Schnelligkeit seines Umlaufes. Je schneller sich dieser
"werlich
Wdem er die zunehmende Verwendung von Werthzeichen an Stelle des Geldes,
^ Papiergeld, Wechseln, Checks u. dgl. mit sich bringt. Weiter ist es zwar