Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

8.  ñap.  Gemünztes  Geld  und  Münzzeichen.

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şichts

Bei  der  Ausgabe  von  Scheideinünzen  haben  die  Regierungen  drei  Borwaßregeln

  zu  beobachten.
,  1*  Die  Quantitäten  derjenigen  Stoffe,  aus  denen  diese  Münzen  bestehen,
Müssen  einen  geringern  Werth  darstellen,  als  die  Betrage  sind,  auf  welche  die
treffenden  Münzen  lauten.  Wird  das  nicht  beachtet,  so  besteht  die  Gefahr,  daß
Je  eingeschmolzen  werden.  Wenn  das  in  zwanzig  silbernen  Markstücken  enthaltene
tall  einen  größern  Tauschwerth  besäße  als  ein  Zwanzigmarkstück,  würde  es
J n  Gestalt  von  Markstücken  nur  so  viel  als  ein  solches  Zwanzigmarkstück  werth
während  es  in  eingeschmolzenem  Zustande  etwas  mehr  gelten  würde.
.  Die  Bestandtheile  der  Scheidemünzen  dürfen  aber  an  Werth  auch
wt  so  tief  unter  den  auf  denselben  angegebenen  Beträgen  stehen,  daß  dadurch ­


.  %  eine  stärkere  Gefahr  bei  den  Silber-  als  bei  den  Kupfermünzen.  Es
Uß  eine  zu  große  Menge  Kupfer  ausgeprägt  werden,  um  einen  dem  Risico
n  Zechenden  Gewinn  zu  erzielen.  Was  die  Nachbildung  von  Banknoten
c,  ģļ'  anlangt,  so  ist  sie  zwar  sehr  lucrativ,  aber  wegen  der  technischen
^Gierigkeiten  nicht  so  leicht.
x.  ^  Der  Circulation  der  Scheidemünze  muß  eine  Grenze  gezogen  werden,
».  str f  also  nur  eine  bestimmte

8"r  Falschmünzerei  geradezu  herausgefordert  würde.  Jn  dieser  Hinsicht

^lnd  '  M4,u  ,,ul  nilc  üe l ,l,mme  Menge  derselben  zur  Ausgabe  gelangen,
i  ^îlfalls  werden  diese  Münzen  die  vollwerthigen  verdrängen,  und  indem
?’ tn  Vorigen  Kapitel  besprochene  Gresham-Gesetz  in  Wirksamkeit  tritt,  diebusier

  Landes  treiben.  Als  Abhilfsmaßregel  gegen  ein  solches  Aus->*»
  ^ er  aus  Edelmetall  hergesteUteii  größern  Münzen  empfiehlt  es  sich,
ìņ  g  ^îrag,  bis  zu  welchem  Scheidemünzen  auf  Grllnd  gesetzlicher  Bestimmung
Ģhlung  genommen  werden  müssen,  also  Zwangscurs  haben,  nicht  zu  hoch
"Zusetze,,
^îii  ^uß  auch  darauf  Sorgfalt  verwendet  werden,  daß  die  Prägung  der
überhaupt  mit  der  gehörigen  Umsicht  und  nach  den  bewährtesten
b effe  ben  1)01  6eht,  damit  nicht  eine  beträchtliche  Abnutzung  und  infolge
ştiick 1  e,ne  Ģntwerthung  der  vielfach  von  Hand  zu  Hand  gegangenen  Geldiņjt
  ^"şoļgt.  Eine  solche  Abnutzung  bringt  nämlich  allerlei  Schwierigkeiten
îE)-  Ist  aber  die  Abnutzung  der  Münzen  infolge  schlechter  Prägung  eine
AZàh  Erscheinung,  so  hat  dieselbe  sogar  eine  Entwerthung  der  gesamten
Vin??  des  betreffenden  Landes  zur  Folge,  und  es  kommt  unter  solchen
^gen  ìîìîşşbņ  selbstverständlich  auch  vielfach  vor,  daß  die  neuen,  noch  nicht
geschrien  Münzen,  weil  ihr  Metallwerth  größer  ist  als  ihr  Geldwerth,  einìvahr
  ^rden,  da  man  ihre  bessere  Beschaffenheit  im  Berkehre  nicht  leicht
übrj  ^^'Uen  und  sie  deshalb  nur  zu  demselben  Werthe  annimmt  wie  die
djx  schon  deteriorirten  Münzen,  welche  unter  den  umlaufenden  Geldstücken
bezahl  bilden  lind  deshalb  den  Werth  der  gesamten  Währung  herab-
            
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