Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

8.  Kap.  Gemünztes  Geld  und  Münzzeichen.

253

eingeführt  ist,  wenn  gleich  sie  auch  die  weitere  Prägung  von  Silbermünzen
einstellten,  zum  Theil  einen  sehr  beträchtlichen  Vorrath  an  Silbercourant  beiehalten
  haben,  und  als  an  eine  Einführung  der  Goldwährung  in  den  Ländern
äußersten  asiatischen  Ostens,  selbst  nach  der  1893  erfolgten  Einstellung  der
îreien  Silberprägung  im  englischen  Indien,  nicht  gedacht  werden  kann.  Der
ortige  Verkehr  behilft  sich  mit  den  schon  angedeuteten  Mitteln,  und  es  stehen
j le  Preise  daselbst  so  niedrig,  daß  Goldmünzen  vielfach  gar  nicht  als  Zahìingsmittel
  verwendbar  wären.  Was  soll  man  mit  Goldmünzen  in  einem
^ņde  anfangen,  in  welchem  der  Arbeiter  in  gewissen  Gegenden  täglich  120

beken

L>a-20

  Centimes,  gewinnt  und  damit  auf  seine  Weise  gut  leben,  ja

ņoch  Ersparnisse  erzielen  kann?
Dagegen  ist  es  denkbar,  daß,  wenn  europäische  Verhältnisse  und  höhere
„ rei Ì e  einmal  auch  in  China  ihren  Einzug  halten  und  wenn  sich  einst  das

und  die  östlichen  und  westlichen  Küstenländer  Afrikas  der  Civiliund
  ihren  Bedürfnissen  erschließen  sollten  und  einer  bedeutenden  Menge

innere
şatiop
tzoņ  Q  ļ  '7»»"  -WWV»»|IH|1HI  Vl|Uÿl»pill  ļUUtkll  Wllkí  UHU  VUIIHIUIU
ein  "Ohlungsmitteln  bedürfen  würden,  die  Stunde  schlagen  wird,  wo  man
tatk^  umssenhaften  Silberreichthümern  des  Erdballs  entsprechenden  Vor-Silbermünzen
  benöthigt.  Tann  dürfte  der  Zeitpunkt  gekommen  sein,
best'  îb  ^n  factischen  Verhältnissen  entsprechende  gesetzliche  Festsetzung  eines
ì>^^ten  Werthverhältnisses  zwischen  den  Gold-  und  den  Silbermünzen  zu
bu  und  dieselbe  mit  dauerndem  Erfolge  durchzuführen,
für  ļàngere  Zeit  hinaus  wird  aber  das  vorhandene  Gold  noch  immer
Bedarf  der  Länder,  welche  die  Goldwährung  eingeführt  haben  oder
hoch  noch  dazu  schreiten  werden,  d.  h.  für  den  Bedarf  der  Länder  mit
so  .  entwickelter  Civilisation  genügen.  Dieselben  haben  nicht  nur  wegen  der
ņäher  zu  besprechenden  Entwerthung  des  weißen  Metalls,  sondern
Ņubl'fb^nlb  ihre  endgiltige  Wahl  zu  Gunsten  des  Goldes  getroffen,  weil  das
îostb  nachdem  sich  die  Preise  gehoben  haben,  das  letztere  Metall  als  das
b 0ŗ  i° rerc  "nd  folglich  auch  in  geringen  Quantitäten  sehr  werthvolle  dem  andern
Wie  kann  man  unter  den  gegenwärtigen  Verhältnissen  von  einer
b#  erforderlichen  Zahlungsmittel  ungenügenden  Menge  Goldes
ļc>uf  '  wan  bedenkt,  daß  seit  ungefähr  einem  Vierteljahrhundert  der  Um-Papiermünzzcichen
  und  das  Clearingsystem,  von  welchem  im  nächsten
^! e  Ņede  sein  wird,  eine  solche  Ausdehnung  gewonnen  haben,  daß
Mße  "'S  eine  geringere  Anzahl  von  Münzen  zur  Begleichung  einer  weit
r "  Anzahl  von  Verpflichtungen  ausreicht? 1

scheine  h  J(lnnet  I  c.  97—102.  In  welchem  Umfange  das  bare  Geld  durch  Creditber
  Ce„/"^ìkdener  Art  ersetzt  werden  kann,  erhellt  z.  B.  aus  der  Thatsache,  daß  bei
wlkasse  der  Banque  de  France  im  Jahre  1890  Geschäfte  im  Gesamtbeträge  von
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.