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III. Buch. Die Vertheilung der Güter.
werden, um deren Verschwiegenheit zu erkaufen. Auch kann es vorkommet
daß ein Untergebener, z. B. ein vertrauenswürdiger Buchhalter, für ein n
nehmen von geradezu unschätzbarem Werthe ist. Aber er ist c? eben nur ^
das betreffende Unternehmen, nicht für andere, und so brauchen denn
Bezüge desselben gerade nur so groß zu sein, daß sie ihn von der Ausg
seiner Stelle abhalten. Sie können sich demnach tief unter das Marn
der für Buchhalter vorkommenden Gehalte stellen.
In einzelnen Fällen endlich, nämlich wo es sich nicht um die ^
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gar keine bestimmte Maximalgrenze der Löhne aufstellbar. So läßt M
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Schauspieler oder der Löhne hervorragend tüchtiger und angenehmer »
finden. Wieviel sowohl die Patienten als die Theaterbesucher und die 9^
schäften zahlen wollen oder können, das hängt nun einmal von keinen
gemeinen Regeln ab. . a \.
Dagegen scheint es auf den ersten Blick, als ließen sich die M'Niw
löhne leichter bestimmen, da die Löhne doch mindestens sogroß sein ^
daß die Arbeiter und ihre Familien davon leben und einen Ersatz
arbeitsunfähig werdenden Individuen heranziehen könnten. In WirM«
ist dem aber nicht so: der Minimallohn ist oftmals tief unter dieses -> il
herabgesunken. Auch wird das Lohneinkommen des Arbeiters durch Alm l
durch die Erträgnisse von Ersparnissen oder durch den Gewinn, den em
von ihm geleiteter landwirtschaftlicher oder sonstiger Geschäftsbetrieb abw
ergänzt und derselbe dergestalt in den Stand gesetzt, sich mit Löhnen ^ ^
dem soeben erwähnten, vermeintlichen Minimum zu begnügen,
es wiederholt geschehen, daß als Ersatz für die infolge unzureichender -
oder arger Ueberanstrengung Dahinsterbenden andere Arbeiterschichten einr ^
Endlich darf nicht übersehen werden, daß auch Beweggründe moralff ) l ļļ ^
überhaupt idealer Natur die Höhe der Löhne beeinflussen können. So V
bisweilen gewisse mit einer bestimmten Art der Thätigkeit verbundene
und Auszeichnungen den wirklichen Lohnbetrag verhältnißmäßig niedrig- ^
spiele dieser Art liefern die Gagen der Offiziere, welche früher in ma ^
Ländern unverhältnißmäßig niedrig waren. Auch das eifrige Bestreben I ^
Leute, die von wohlhabenden bäuerlichen oder kleinbürgerlichen Elte^ ^
stammen, höhere oder niedere Beamtenstellen zu erlangen oder sich ^
schiedenen Stufen des Lehramtes zuzuwenden, ist auf solche Beweggru»
rückzuführen. nüÓf eíiflC '
Andererseits sollte man erwarten, daß für gewisse schmutzige. in
ungesunde oder mit andern Unannehmlichkeiten verbundene Beschäl^ jfi
bessere Löhne geboten würden, um nur Leute dazu zu bewegen.