5. Kap. Tie Reichen und die Armen.
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àģ°" »nt Arbeitern versorgt, die außer stände sind, die eingegangenen Ver
achtungen zu erfüllen oder das zur Rückkehr nöthige Geld zu erwerben.
^er Besitz eines Antheiles an der öffentlichen Gewalt ist gleichfalls oftmals
Me Quelle des Reichthums. Denen, die sich in dieser angenehmen Lage be
enden, fallen häufig mancherlei gewinnbringende Concessionen, Waffen- und
n ere Lieferungen, Betheiligungen, Bestechungen u. s. w. zu, wie das alles selbst
in unserer Zeit nur zu oft vorkommt. 4. Auch der Handelsverkehr mit
ncwilisirten Völkern ist eine Quelle des Reichthums. Wie oft haben unter-
khmende Kaufleute große, ja geradezu koloffale Vermögen erworben! Tie
Hansestädte des Mittelalters, Venedig und Genua, Holland und England
tem solcher Beispiele die Hülle und Fülle. 5. Erfindungen verschiedener
können besonders in Ländern, in welchen sich schon große Reichthümer
'gehäuft haben, zum Erwerb großer Vermögen führen, mag es sich nun
wichtige Fortschritte, wie bei der Herstellung des Beffemer Stahles, oder
unbedeutende Verbefferungen handeln. Hat doch die Anfertigung von
Ņeià äugen dem Erfinder ein Vermögen eingetragen. 6. Ferner rührt der
oşi "us dem Bezüge von Renten aus Grund und Boden oder
8liişş^îischen Grundstücken her oder ist das Resultat des Gewinnes, den
i öer - lci) "der tüchtig und geschickt betriebene Unternehmungen aller Art ab-
^ îen - 7 - Nicht minder kann er dem Bestehen thatsächlicher oder gesetzlicher
Duopole zu danken sein, oder darin seinen Ursprung haben, daß 8. jemand
bà^âtze, Villen und Häuser in ganz besonders günstiger und schöner Lage
grob ' ^ bcnn 9 * aud) günstige Erfolge beim Spiel unter Umständen zu
tzģŞM Reichthum führen können; und das ist namentlich heutzutage der
lg ' îvo so manche große Vermögen an der Börse gewonnen werden,
gleicht^ . Entschädigungen für die Leistung persönlicher Dienste können
oH* oine Quelle des Reichthums sein. Man denke nur daran, welche
cuitu 111611 ' ln sl9cU ^kgppten den Priestern für die Verrichtungen des Todten-
U)i e j. gbZahlt wurden. Auch die großartigen Schenkungen an die Kirche,
feit .~ļ C ' U . bcrt ^^îen allgemeinen Glaubenseifers und religiöser Freudig-
dstkgen, gehören hierher. In unsern Tagen haben in
bà v Unb îņ Nordamerika die Honorare hervorragender Aerzte und Rechts-
^ņge ^ e cben ^° wie die Gagen bedeutender Schauspieler und Sänger eine
folti li,ClnC erreicht. 11. Endlich sind auch Erpressungen und die mannig-
à Handel und Wandel und im Darlehensgeschäft vorkommenden
inj a ļļ^ Clc * cn Şine Quelle der Bereicherung. Die Wucherprofite waren schon
5Öet niö en ^ om feer Ursprung vieler Reichthümer, und auch so manche große
grn unserer Tage rühren von solchen schmutzigen Gewinnen her.
Ņatur 16 Ursachen der Verarmung sind zum Theil gerade entgegengesetzter
' ai fo in der Unterwerfung durch Eroberer, in der Freiheitsberaubung,