Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen f. Flieger-Beobachter. 31
zweiten Teil auch Tendenz zur Bildung davon, aber da war es viel schwie-
ri ger; dabei bei weitem stärkere Betonung der Einzelheiten.
(Da sich bei diesem Weg die Art der Reproduktion als für die Vp.
gänzlich ungeeignet herausstellt, wird nun für die nächsten beiden Wege
das Verfahren gewechselt, indem im wesentlichen auf die Prüfungsart bei
Vp. Lt. K. zurückgegangen wird. Es wird also die Darbietungsart ge
lassen, dagegen die Einzeichnung geändert : Es wird nicht mehr von der
Vp. die Karte bewegt, sondern mit eigener Bewegung (mit Federhalter) in
die Karte eingezeichnet. Es wurde nur insofern anders als bei Vp. K. vor-
gegangen, als nicht die ganze Karte freigelassen, sondern durch ein schwarzes,
lose aufgelegtes Papier verdeckt wurde, in dem eine kreisförmige Öffnung
von 2 cm Durchmesser gelassen war. Dieses Papier wurde von der Vp.
roit dem Federhalter bewegt.)
Lauter einzelne Stadien gemerkt, unabhängig voneinander, summativ.
Und zwar möglichst versucht, zwischen den einzelnen Summanden keiner-
l 0 i zusammenhängende Beziehung zu stiften. Die ersten drei oder vier
Summanden sehr leicht zu merken, in der letzten Hälfte aber schwer, weil
Ihr die Skandierung der einzelnen Summanden zu schlechte Anhaltspunkte
da waren; es ging da irgendwie gerade aus. Erstes Stadium: Anfangs-
Punkt bis grofse Strafse. Noch dazu erleichtert, dafs die grofse Strafse an
e, n Dorf grenzt. Zweites Stadium: Die grofse Strafse entlang in zwei
S’ofsen Schritten. Erster Schritt bis abzweigender Weg, zweiter Schritt
18 nächstes Dorf. Drittes Stadium: Leichte Biegung nach rechte, mit der
Aufgabe: „Halte dich an den Weg, und kümmere dich um gar nichts.“
es plötzlich im hellen Feld, etwa im rechten Winkel nach links ab-
geht. Jetzt kommt ein neuer Abschnitt: Gerade aus. Ich bleibe auf dem
' v eg- Zur Gesamtorientierung erleichtert, dafs dieser Weg die Bahn kreuzt,
18 lc h an eine Stelle komme, wo ein kleines Dreieck (d) da ist. Da mufs
lc h rechts abgehen, und jetzt war’s furchtbar schwer, dafs es nach links
w |eder abgeht. Das war kinästhetisch gemerkt und auch sprachlich asso-
' ill ert. Dafs dieser spezielle Weg genommen wird, liegt einfach daran,
. 8 er nur als einziger in Frage kommt. Bis zur ersten Schwierigkeit
g,n § es einigermafsen leicht. Und jetzt hatte ich den Wunsch voraus-
^ugieifen, um zu sehen, welche einfachen optischen Strukturen da waren.
a ^as nicht gelang, habe ich mir gesagt: „Bleib auf dem Weg“, zentriert
einer Hauptrichtung. Das letzte Ende war sicher, weil ich eben auf
h em W eg blieb. Nur einmal kam ich auf eine Abgabelung. Gefunden
e >ch es dann wieder dadurch, dafs ich mir die Form des Enddorfes
habe. Die zweite Darbietung (zur Einprägung) erschien als ziem-
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