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I. Buch. Production und Consumtion.
beide Principien lange Zeit miteinander im Kampfe liegen können , indem
bald das eine, bald das andere die Oberhand behauptet. Aber in einem ge
wissen Zeitpunkt muß bei weiterer Bevölkerungszunahme das Gesetz der ab
nehmenden Einträglichkeit obsiegen. Es bleiben jedoch zwei Wege, um dessen
Wirksamkeit zu bekämpfen: Auswanderung und Verbesserungen im Productions-
verfahren. Ein guter Theil der Weltgeschichte hat unter dem Einslnffe solcher
Wanderungen und Verbesserungen seine Entwicklung genommen 1 .
Unter allen Umständen ist übrigens in jedem Productionszweige der Grad
der Jntensivität von der Menge der Erzeugnisse abhängig, welche die Unter
nehmer für sich und ihre Kundschaft benöthigen. Je dichter also eine Gegend
bevölkert ist, desto höher ist die Jntensivität des Betriebes der dortigen Land
güter, gewerblichen und Transport-Unternehmungen entwickelt, vorausgesetzt,
daß ihr Betrieb so eingerichtet ist, wie es dem größtmöglichen allgemeinen
Nutzen entspricht. .
Wenden wir unsere Aufmerksamkeit noch einmal den bereite angeführten
Beispielen zu. Die hoch entwickelte Cultur der landwirtschaftlichen Betriebe in
dem reichen Landstrich zwischen Perth und Dundee in Schottland, wie sie vor
20 Jahren zur Anwendung gelangte, war den Verhältnissen entsprechend, weil
diese Gegenden stark bevölkert waren und ihre Einwohner einen wirklichen
Bedarf nach derartigen Erzeugnissen hatten. Es fanden also die Landwirte
einen Markt für ihre Ernten und ihre sonstigen Producte. Wenn man da
gegen dazumal dieselben Aufwendungen für Baulichkeiten, Düngung, Ma
schinen u. s. w. in Manitoba gemacht hätte, so würden dieselben allerdings
dieselbe Productenmenge geliefert haben. Aber dieser Aufwand wäre ein nn-
vernünftiger gewesen, denn die Hälfte der Erzeugnisse wäre wegen Mangel--
an Consumenten der Fäulniß anheimgefallen. Eine primitive Wirtschaft auf
weiten Gebieten war die einzige rationelle Art für diese weiten, dünn bevölkerten
i Es ist unrichtig, zu behaupten, daß vermehrte Arbeitsleistung im Manufaktur,
betriebe einträglicher ist als beim Betriebe der Landwirtschaft. Diese Anschauung kann
ihre Richtigkeit haben, wenn es sich um eine bestimmte Gegend handelt, ist aber in
allgemeiner Fassung unrichtig. Sowohl das Gesetz der abnehmenden als das der
wachsenden Einträglichkeit findet auf alle Productionszweige Anwendung. Es existirt
sicherlich auch für den industriellen Betrieb: wenn die bestgelegenen Gründe occupin
sind und der Vortheilhafteste Umfang einmal erreicht ist, setzt eine noch werter aus
gedehnte Production voraus, daß entweder neue Fabrikaulagen rn weniger Vortheil.
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