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erscheint, wird durch den Klassenkampf beschleunigt und er
weist sich für die Bauern als ein großes soziales übel. Die Ent
wicklung des Warenaustausches zwischen Stadt und Land und
der Umstand, daß man jetzt eine unbeschränkte Menge von land
wirtschaftlichen Erzeugnissen gegen Luxusartikel veräußern kann,
veranlassen die Grundbesitzer, die Ausbeutung des Bodens zu er
höhen und die Bauern um ihren Besitz zu bringen. So nimmt
der bäuerliche Grundbesitz mit der Bevölkerungsvermehrung
nicht nur nicht zu, sondern stellenweise sogar ab. Da aber die
zusätzliche Produktion immer mehr Arbeit fordert, so wird sich
ein immer größerer Teil der ländlichen Bevölkerung einer anderen
Beschäftigung widmen, da der weitere Arbeitsaufwand der über
schüssigen Bevölkerung sehr wenig produktiv wäre.
Wäre das ganze Produkt des Bodens in den Händen der
Bauern geblieben, so würde sich eine größere Bevölkerung er
nähren können. Aber die Besitzergreifung des Bodens durch die
Gutsherren, sowie die wachsenden Steuern kürzten die Ein
nahmen der Bauern und schufen somit eine künstliche ländliche
Über völkerung. Nehmen wir als Beispiel eine bäuerliche
Familie von fünf Personen, die infolge der Besitzergreifung des
Bodens durch den Gutsherrn oder infolge der Bevölkerungs
zunahme im Durchschnitt bloß fünf Deßjätinen Land besitzt,
die sie selbst bestellt.
Wächst diese Familie auf zehn Personen an, so ist eine Ver
teilung ihrer Produktivkräfte nach drei Richtungen hin möglich.
Wenn dieselben fünf Personen genügend landwirtschaftliche Pro
dukte für zehn Mann erhalten können, so werden die übrigen
Kräfte entweder nicht landwirtschaftliche Produkte zur Deckung
anderer Bedürfnisse erzeugen oder die Arbeistzeit der übrigen
Familienmitglieder verkürzen können. Gewöhnlich findet beides
statt. Wenn aber fünf Personen auf derselben Bodenfläche für die
ganze Familie nicht genug Produkte gewinnen können, so wer
den die übrigen Familienmitglieder, wenn sie für ihre Gewerbe
erzeugnisse keinen genügenden Absatz finden können, ebenfalls
Ackerbau treiben, um aus derselben Bodenfläche höhere Ernten
erhalten zu können. Die Familie geht somit zu einer intensiveren