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XXV 1.
teiligt, und 1787 stand das Geschäft wieder in voller Blüte. Ein
förmlicher Wettlauf der Schiffe aller Kolonialstaaten fand nach
der afrikanischen Küste statt. Sicherlich über 100000 Neger
wurden damals von den europäischen Nationen ihrem Vater
lande entrissen, wovon auf den englischen Anteil etwa 40000 Stück
entfielen. Der Aufschwung dauerte bis 1789, als die mit der
französischen Revolution zusammenhängenden Negeraufstände
in Westindien sowie die bald darnach ausbrechenden euro
päischen Kriege eine ähnliche Unterbrechung herbeiführten wie
1779. Vernichtet war er aber auch jetzt noch keineswegs ;
nur der französische, spanische und holländische Anteil ver
schwanden und erlebten auch nach den Friedensschlüssen von
1813—1815 keine dauernde Auferstehung mehr. Der englische
Negerhandel dagegen nahm von 1796—1800 zum letztenJVIale
einen unerhörten Umfang an. Doch hatte auch seine Stunde
geschlagen. Die politischen Veränderungen in Europa und
Amerika raubten ihm jede Existenzberechtigung. Seitdem er
gingen die einzelnen Parlamentsakte, die ihm ein Ziel setzten.