Object: Dem Reichsverband der deutschen Volkswirte (R. D. V.) zur Feier seines 25jährigen Bestehens zu Berlin im Februar 1927 gewidmet von der Friedrich List-Gesellschaft

selben Erfolg versprechen darf, wie in Amerika (—7828) dieß ist 
genug u. muß auf irgend eine Weise zu einem guten Resultat 
führen. 
Während dieser Arbeit mußte ich alles suspendiren — König 
— Minister — alte Bekannte — Briefwechsel jeder Art — alles 
mußte verschoben werden; ich durfte keine Minute versäumen. 
An Theater gehen, Zeitungen lesen u.s.w. war nicht zu denken; 
ich weiß (seither)8 fast nicht, was seither in der Welt vorgegan- 
gen. Nur hier und da speißte ich mit Emilie in 
einer auswärtigen Restauration um mir u. ihr 
einige Motion zu machen, durch das Hin u. Her- 
gehen”. Jetzt aber will ich an Alles gehen. Diese Woche 
noch sollen alle Briefe geschrieben, alle Be- 
suche gemacht werden!.“ 
Dieser Brief enthält den unwiderleglichen Beweis, daß List tatsäch- 
lich zwei Preisfragen bearbeitet, zwei Lösungen abgegeben hat. 
Aber er stellt uns vor neue Rätsel; denn es zeigt sich, .daß Häusser 
nicht nur eine der wichtigsten Stellen unterdrückt, sondern auch einige 
andere, nicht minder wichtige und deutliche Sätze gerade dahin ab- 
geändert hat, daß die klare Tatsache der zwei Preisaufgaben ver- 
borgen wird. Was in aller Welt konnte einen Historiker von 
Häussers Rang zu einem solchen, verfälschenden Auszug bewegen? 
Ehe wir diese Frage zu beantworten und ihre Bedeutung für den 
mutmaßlichen Inhalt der zweiten Preisschrift abzuwägen suchen, ge- 
ben wir noch einige weitere Briefstellen, die geeignet sind, auf die 
ganzen Wochen der Arbeit an den Preisaufgaben neues Licht zu wer- 
fen. Zunächst enthält der sehr lange Brief vom ı. Januar noch eine 
wichtige Nachschrift vom 13. Januar 1838 — sie ist wohl, da auf 
der Rückseite befindlich, Häussers Aufmerksamkeit entgangen, ent- 
hält jedoch eine äußerst bedeutsame Nachricht: 
„Liebe Caroline d. 13. Jan 1838. 
Dreyzehn Tagelang blieb dieser Brief liegen, 
denichnocham ı. Jan fortschiken wollte. 
Als wir nämlich das Manuskript der beyden 
Preißfragen übergaben, erfuhren wir, daß ich 
noch 8. Tage Zeit hätte Ich nahm also meine Ar- 
beiten zurük um sie zu verbessern, u. so ging es 
noch 8. Tage auf die alte Weise fort. Als die Ar- 
beit am 8.ten d. übergeben war, hatte ich Ekel 
vor allem Schreiben u. Arbeiten, u. so viele Be- 
suche zu machen u. PrivatAngelegenheiten zu 
besorgen, daß ich heute erst wieder ans Schrei- 
ben komme.“
	        
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