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Die gewerblichen Zustände im 18. Jahrhundert.
löblichen Aemptern zîigehorett und ihre Zusammenkunfft darauß
haben, zum Zihr tind Immerwehrender gedechtnisz ist gemacht
worden^'. Die beiden Männer, die um das Zustandekommen dieses
Baues sich sehr verdient gemacht hatten, waren Marius Röber und
Hans Gösche. Etwa fünfzig Jahre nach diesem kostspieligen Um
bau des Gildenhauses wurde im Jahre 1743 die Brautkammer der
Gilde abgerissen und im nächsten Jahre neu erbaut. Dann aber
vergingen Jahrzehnte, ohne dass an dem Hause grössere Repara
turen vorgenommen worden, vielleicht weil seine Räume den Bedürf
nissen genügten, vielleicht weil die Mittel versagten.
Die Namen der Männer, die an der Spitze der Gilde als Alter
leute standen, sind uns seit dem Beginne des 17. Jahrhunderts,
wenn auch in keiner ganz stetig fortlaufenden Reihe, erhalten. Sie
wurden auf 2 Jahre gewählt und schieden in der älteren Zeit auch
wirklich nach Verlauf dieser Zeit aus, oft, um später einem Rufe
an die Spitze zu treten auf’s Neue zu folgen. Seit dem letzten
Viertel des 17. Jahrhunderts bürgerte sich entweder eine Wahl aU
längere Zeit ein oder es wurde eine Wiederwahl des Abtretenden
unmittelbar im Anschlüsse an die eben abgelaufene Periode üblich-
Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts sind wir auch über dns
Gewerbe, das der jeweilige Ältermann ausübte, unterrichtet.
Namen dieser Männer, die wir in dem nachstehenden Verzeichnis^
der Vollständigkeit halber bis auf die Gegenwart verfolgen, sin
Rotger Saleborch;
Heinrich Struberg;
Gideon Ritter;
1543
1610 — 12
1612—21
1621
1621—26 ?
1627—29 Carsten Gercken;
1629—31 Cord Russchelosch;
1631—33 Michel Baur;
1633—35 Carsten (îercken;
1635—37 Hans Welsch;
1637—39 Michel Baur;
1639—43 Hans Welsch;
1643-45 ?
1645—49 Hans Rösel;
1649—51 Carsten Gercken;
1651—53 Hans Welsch;
1653—55 Hans Bartels;