Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Die gewerblichen Zustände im 18. Jahrhundert. 
löblichen Aemptern zîigehorett und ihre Zusammenkunfft darauß 
haben, zum Zihr tind Immerwehrender gedechtnisz ist gemacht 
worden^'. Die beiden Männer, die um das Zustandekommen dieses 
Baues sich sehr verdient gemacht hatten, waren Marius Röber und 
Hans Gösche. Etwa fünfzig Jahre nach diesem kostspieligen Um 
bau des Gildenhauses wurde im Jahre 1743 die Brautkammer der 
Gilde abgerissen und im nächsten Jahre neu erbaut. Dann aber 
vergingen Jahrzehnte, ohne dass an dem Hause grössere Repara 
turen vorgenommen worden, vielleicht weil seine Räume den Bedürf 
nissen genügten, vielleicht weil die Mittel versagten. 
Die Namen der Männer, die an der Spitze der Gilde als Alter 
leute standen, sind uns seit dem Beginne des 17. Jahrhunderts, 
wenn auch in keiner ganz stetig fortlaufenden Reihe, erhalten. Sie 
wurden auf 2 Jahre gewählt und schieden in der älteren Zeit auch 
wirklich nach Verlauf dieser Zeit aus, oft, um später einem Rufe 
an die Spitze zu treten auf’s Neue zu folgen. Seit dem letzten 
Viertel des 17. Jahrhunderts bürgerte sich entweder eine Wahl aU 
längere Zeit ein oder es wurde eine Wiederwahl des Abtretenden 
unmittelbar im Anschlüsse an die eben abgelaufene Periode üblich- 
Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts sind wir auch über dns 
Gewerbe, das der jeweilige Ältermann ausübte, unterrichtet. 
Namen dieser Männer, die wir in dem nachstehenden Verzeichnis^ 
der Vollständigkeit halber bis auf die Gegenwart verfolgen, sin 
Rotger Saleborch; 
Heinrich Struberg; 
Gideon Ritter; 
1543 
1610 — 12 
1612—21 
1621 
1621—26 ? 
1627—29 Carsten Gercken; 
1629—31 Cord Russchelosch; 
1631—33 Michel Baur; 
1633—35 Carsten (îercken; 
1635—37 Hans Welsch; 
1637—39 Michel Baur; 
1639—43 Hans Welsch; 
1643-45 ? 
1645—49 Hans Rösel; 
1649—51 Carsten Gercken; 
1651—53 Hans Welsch; 
1653—55 Hans Bartels;
	        
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