Einleitung zum zweiten Theile.
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2eit gerichtet hatte, wurde nun eine Kopie genommen, so dass
vollem Rechte die Vorlagen die Bezeichnung Originale verdienen,
Und dieselben haben auch stets in den Augen ihrer Besitzer den
Charakter eines Originals an sich getragen. Als Stütze obiger
■Zunahmen bieten sich so manche Anhaltspunkte.
VV as die Abschriftensammlungen anbetrifft, so sind folgende
Schragenbücher der Stadt Riga benutzt worden:
0 Oath schrägen unnd olde renthebock im rigischen Stadt
archiv. (Stadt-Arch, in Riga.)
2) Schragenbuch der Stadt Riga im Besitze der Gesellschaft für
Geschichte und Alterthumskunde. (Schragenb. d. Gesellsch.
f. Gesch. u. Alterth. in Riga.)
6) ^ Schragenbücher aus dem Archiv des Kämmereigerichts,
jetzt im Stadtarchiv. (Stadt-Arch. in Riga, Nr. 498—501.)
7) Schragenbuch der Bibliothek der livländischen Ritterschaft.
(Livland. Ritterschafts-Arch.)
Schragenbuch der Stadtbibliothek. (Stadt-Bibliothek in Riga.)
9) Schragenbuch des dim. Bürgermeisters Ed. Hollander in Riga.
^ on diesen 9 Schragenbüchern besitzen die beiden ersten das
Ochste Alter und boten unserer Schragensammlung eine reiche
Usbeute, während die übrigen nur geringe Beiträge darzubringen
Stande waren und meist nur zum Vergleiche herangezogen
''Urden.
Oas Schrägen- und olde Rentebock ist im 15. Jahrhundert, das
j^chragenbuch der Stadt Riga im 16. Jahrhundert angelegt worden.
von den im Stadtarchiv auf bewahrten Schragenbüchern
1^%/' 49X) dürfte in seinem ersten 1 heile dem 17. Jahrhundert ange-
Die übrigen drei sind jünger und werden ihre Entstehung
und 19. Jahrhunderte gefunden haben. Sie alle aber tragen
'^^hr oder weniger den Charakter officieller Dokumente an sich, und
^lieil von ihnen wird auch ehemals in dem Kämmereigerichte
j '*ur Eigenschaft oflicieller Stadtschragenbücher zur (jrundlage
Hegelung des Handwerkbetriebes und des Zunftlebens gedient
Von den 6 ersten Schragenbüchern lässt sich die officielle
^'^'■'verthung durch den Umstand erweisen, dass sie dem Stadt-
ungehört haben und noch angehören. Die beiden ältesten
^'^ira^enbücher, die sich als reichhaltige Fundgrube darboten,
'^*cnen es, näher ins Auge gefasst zu werden,
p *Lath schrägen unnd olde renthebock, 28 cm. hoch, 21 cm. breit,
'’^unient, in gepresstem Eedereinbande, mit eingeschlagenen