Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Böttcher. 
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damit diese Ordnung desto krefftiger ihre Wirckung erlange, haben 
die ehrnvesten, achtharn und wolweisen Herr Frantz Ney stet , 
Bürgermeister und Ober-Wein-Herr, Herr Johan Böddecker ' 
Ober-Cemmerer und Kranher, mir, unten genanten oifnenn 
schwornen Notarium, Wein-Visirer und Kranschreibern solches 
zuvorzeichnen anbefohlenn und davon den Bierdregern einen Aus 
zugk, welcher in ihren Schragenn magk einvorleibet werdenn, mitz^ 
theilenn. Actum Riga denn Siebenzehenden Aprilis nach Crist' 
Jehsu unsers einigen Erlösers Geburt im ein tausennt sechshunded 
und siebenden Jhare. 
16. Böttcher. 
Schrägen vom 9. August 1375. 
Stadt-Arch. in Riga. Schrägen u. olde Rentheb., S. x—cc. Abg. Moni"” 
Livon. antiq., Bd. 4, S. CCCXV-CCCXVII u. Liv-, Est- und Curländ. Urkb., ßd- 
Nr. 1522. 
Der bodeker schraa. 
In Godes namen, amen. Wente dee hilge gest spreket 
dorch 
vati 
de 
den Propheten heren Davite, aldus umme dat, dat du etest 
deine arbeyde dyner hande, hir umme schal tu salich syn, un 
alle gud schal dy bescheen, hir umme boret sik van rechte, 
en jewelik mynsche, dee salich wil werden, dat hee dee rechtich^' 
vure in alle synen werken, wente Got sulven heft gespre>^^|^’ 
salich sunt dee, dede hungeren unde dorsten na der rechtich^’^ 
wente see scholen werden gesadiget, hir umme so is cumpuß) 
van deme bodekwerke des enes geworden myt vulbord der 
erbarei' 
heren van deme rade, dat see hebben ene settynge under ef» 
ereme werke, also dat enem jewelken lijk unde recht schee, 
eres arbeydes unde workes begere. 
deß 
i) So hebbe wi to deme ersten male dat van bode uu 
sC 
nett 
heren van deme rade, dat wi scholen maken ene jewelke tun ^ 
van twe unde negentich stopen, dee halven tunnen van 46 
dat verdendel van 23 stopen; we dyt werk mynner maket, 
dat dee heren hebben gesät, unde also mannich ende, alse hec^^^ 
luttik maket an der tunnen, also mennyge teyn schillynge s 
hee beteren der cumpanye uppe gnade. 
t Böthführ, Die Rigische Rathslinie, Nr. 516. 
2 Ibid. Nr. 530.
	        
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