Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Fuhrleute.

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bewegen  laszen,  demselbigen  eine  Amptzunfft-vSchragen  oder  ge-^chloszene
  Gilde  und  Brüderschafft  zu  gönnen,  zu  geben  undt  zu
^^("leihen,  inniaszenn  wier  ihnen  dan  dieselb  hiemit  und  krafft  dieses
gönnen  undt  verleihen  folgender  Gestalt  undt  also:
0  Das  hinfuehro  niemandt  unterstehen  soll  zu  fürwercken,  er
dan  das  Ambt  bei  Elterleuten,  Eltisten  und  Beisitzern  gefürdert
erwiesenn,  das  er  alhie  in  Riga  einem  Bürger  sieben  Jahre
fuer  einen  jungen  oder  Knecht  getreuwlich  undt  erbahrlich
S^ienet.  Wan  solcher  Beweis  dem  Elterman,  Eltisten  undt  Bei-'^'^zern
  dagethan,  so  soll  die  Eschung  angenommen  und  derselb,  so
^  ^mpt  fördert,  zehen  Thaler  ins  Ambt  zuentrichten  schüldigk
worvon  der  Elterman  die  Helffte  als  5  Thaler  also  baldt  dem
Zeit  wesenden  Amptherren  getrewlich  entrichten  sol  bey
^^*'hlust  seiner  Eltermanschafft,  die  andere  Helffte  soll  in  des
Lade  gelegt  und  dem  Ambte  und  Brüderschafft  zu  gutt  an
orns  Vorrath  angewandt  aber  keines  weges  verschwendet  oder
^^[Praszet  werden,  undt  sol  der  Elterman  sambt  den  Eltisten  undt
^^'Sitzeren  jährlich  uff  sanct  Martini  den  Ambtherren  von  solchenn
^^»■rath  richtige  Rechenschafft  undt  Bescheidt  zuleisten  schüldig
i>ei  Strafe  10  Pfund  Wachs.

^  Des  Sol  ein  jeglicher  neuw  ahntretender  Bruder,  wann  er  das
^  '^Pt  gefurdert  undt  den  Einkauff  der  zehen  Thaler  entrichtet,
Ampte  eine  Tonne  Bier  und  einen  Schincken  sambt  so  viel
als  dazue  nöttigk,  zur  Ambtkost  zu  entrichten  schüldigk  sein,
^  darüber  mit  fernem  undt  mehrern  Unkosten  keins  wegs
^^^schweret  werden,  inmaszen  dan  uff  Umbfrage  der  Amptherren
jüngsten  Brüdere  vor  den  Ambtherren  bey  ihrem  Eide  sich
"'aierklehren  undt  auff  den  Fal  der  Verbrechung  eine  nahm-Straffe
  zuerlegen  schüldig  sein  sollen.
\j.  ^um  Andern,  so  soll  das  gantze  Ambt  jährlich  auff  sanct
ZUq  Unterhaltung  des  heiligen  Evangelii  undt  Wortes  (lOttcs
Blechen  Ordnung  zuentrichten  schüldigk  sein  zehen  Marek.

^er  Dritten,  mügen  Elterleute,  Eheste  und  Beysitzere  sambt
llrüderschafft  uff  sanct  Martinitagk  jährlich  ihre  Gilde  undt
Zusamenkunfft  halten,  undt  sollen  daselbst  alle  (,ebreche
^nibts  der  Brüderschafft  fuergetragen  undt  angezeigt,  von
^  auch  was  müglich  undt  gebuehrlich  verabscheidet,  was  aber
^'^ütigkeit  an  die  Ambtherrn  verschoben  werden.  Es  so
üle  (lilde  nicht  über  zwee  Tage  erstrecket  werden,  undt  sollen
            
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