Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Fuhrleute. 
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*2) Zum Zwölfiften, wen ein Knecht, der seinem Herrn ehrliche 
jahr lang gedienet, eines Gildenbruders Tochter oder Witwe 
Ehe gedencket zu nehmen, so sol er des siebenden Dienst- 
erlaszen werden unndt über dreiszigk Marek sambt dem 
und anderen obgedachten Victualien dem Anibt nichtes zu 
S^ben schuldigk sein, des sol der Rath die Heißte von denn 
•"^iszigk Marcken haben. 
^3) Zum Dreyzehenden: Die Elterleute sollen alle zwe Jahre 
|"^bgekohren werden, undt wan die Alten abgehen, sollen sie in 
wahrt der Eltisten und Keisitzere den Ambherrn Rechnung 
^buen schuldigk sein bei funflftzigk Marek. 
H) Zum Vierzehenden: Ein Fuhrjunge oder Knecht, der einem 
^^ucler dieser Gilde sechs Jahr lang gedienet, mag ebenmäszigk 
^ geschriebener Gestalt, als wan er einem Bürger in der Stadt 
^^(lienet, zum Ambt fuer einen vollenkommenen Bruder befördert 
•"den, Wan er thuet, was andere fuer ihme gethan. 
^ .. bS) Zum Funffzehenden: Wer mit einhelliger Bewilliegung der 
^ ^derschafft zum Elterman gekohren wirdt, des sol sich deszen 
^‘^bt wegern bey drey Marek, undt magk der Elterman sambt 
jij ^bisten undt Beysietzern an stath der Verstorbenen andere 
^ und Beisitzere auch den Umbleuffer, welcher zu jeder Zeit 
jüngste Gildebruder sein soll, erwehlenn. 
^ fö) Zum Sechzehenden sollen fuer und für nebenst einem Elter- 
Eltisten und zwe Beisitzere sein undt bleiben, und sol 
ji. diesem Schragenn der Freyheit unser Bürgerschafft mit dem 
^^''^^i'cken nichtes benommen, und einem erbahren Rath diesen 
hai zu mindern, zu mehren und gar abzuthuen vorbe- 
sein. 
bihrkundt mit unsers Obernsecretarii Handt unterschrieben, 
u^ben den dritten Junii Anno Domini tausendt sechs- 
und fön ff.
	        
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