Fuhrleute.
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*2) Zum Zwölfiften, wen ein Knecht, der seinem Herrn ehrliche
jahr lang gedienet, eines Gildenbruders Tochter oder Witwe
Ehe gedencket zu nehmen, so sol er des siebenden Dienst-
erlaszen werden unndt über dreiszigk Marek sambt dem
und anderen obgedachten Victualien dem Anibt nichtes zu
S^ben schuldigk sein, des sol der Rath die Heißte von denn
•"^iszigk Marcken haben.
^3) Zum Dreyzehenden: Die Elterleute sollen alle zwe Jahre
|"^bgekohren werden, undt wan die Alten abgehen, sollen sie in
wahrt der Eltisten und Keisitzere den Ambherrn Rechnung
^buen schuldigk sein bei funflftzigk Marek.
H) Zum Vierzehenden: Ein Fuhrjunge oder Knecht, der einem
^^ucler dieser Gilde sechs Jahr lang gedienet, mag ebenmäszigk
^ geschriebener Gestalt, als wan er einem Bürger in der Stadt
^^(lienet, zum Ambt fuer einen vollenkommenen Bruder befördert
•"den, Wan er thuet, was andere fuer ihme gethan.
^ .. bS) Zum Funffzehenden: Wer mit einhelliger Bewilliegung der
^ ^derschafft zum Elterman gekohren wirdt, des sol sich deszen
^‘^bt wegern bey drey Marek, undt magk der Elterman sambt
jij ^bisten undt Beysietzern an stath der Verstorbenen andere
^ und Beisitzere auch den Umbleuffer, welcher zu jeder Zeit
jüngste Gildebruder sein soll, erwehlenn.
^ fö) Zum Sechzehenden sollen fuer und für nebenst einem Elter-
Eltisten und zwe Beisitzere sein undt bleiben, und sol
ji. diesem Schragenn der Freyheit unser Bürgerschafft mit dem
^^''^^i'cken nichtes benommen, und einem erbahren Rath diesen
hai zu mindern, zu mehren und gar abzuthuen vorbe-
sein.
bihrkundt mit unsers Obernsecretarii Handt unterschrieben,
u^ben den dritten Junii Anno Domini tausendt sechs-
und fön ff.