thumbs: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Manufacturen und Fabriken. 581 
von Pfählen in den Boden, an der Dutzende von Menschen 
einen Block in die Höhe ziehen und dann wieder fallen lassen, 
ist auch kein einfaches Werkzeug mehr. Will man den Unter- 
schied in ein prägnantes Wort zusammenfassen, so kann man 
sagen: das Werkzeug dient dem Arbeitenden, die Maschine 
wird von Arbeitern bedient. 
Die Maschine würde, das liegt auf der Hand, sich nie zu 
einer wichtigen selbständigen Erscheinung gegenüber dem 
Werkzeug erhoben haben, ohne die Anwendung von Trieb- 
kräften, welche nicht mit der Muskelkraft des die Maschine 
bedienenden Arbeiters zusammenfallen. Diese Triebkräfte 
können andere Menschen sein oder Thiere — wichtig aber 
sind erst die mechanischen Kräfte des Windes, des Wassers, 
des Dampfes, der Electrieität. Erst bei Anwendung dieser 
Kräfte entwickelt sich eine kolossale Steigerung des gesammten 
Krafteffects gegenüber dem einfachen Werkzeug, erst dann 
tritt die Eigenthümlichkeit der Arbeit an der Maschine stark 
hervor. Man kann so Wind- und Wassermühlen und grosse 
Segelschiffe als die ersten wichtigen Maschinen bezeichnen. die 
in allgemeinen Gebrauch kamen, 
Im Allgemeinen setzt die Anwendung der starken aber 
rohen mechanischen Triebkräfte schon eine grosse Vervoll- 
kommnung der Maschine voraus. Der die Maschine bedienende 
Mensch verwandelt sich zunächst gleichsam selbst in einen 
Maschinentheil, indem er mit automatischen regelmässigen 
Handbewegungen in den Gang der Maschine eingreift. Bei 
weiterer Vervollkommnung der Maschine wird er. zu einem 
Aufseher und Correetor ihres Gangs. 
Werkzeug und Maschinen haben das Gemeinsame, dass. 
unter ihrer Benutzung der gleiche Gesammtaufwand mehr, oder 
ein geringerer Aufwand das gleiche Product erzeugt. Werk- 
zeuge oder Maschinen, die diesen Effect nicht erreichen lassen, 
anzuwenden, wäre unrationell und sie könnten sich nur vor- 
übergehend halten. Aber zwischen Werkzeug und. Maschine 
besteht der Unterschied , dass die Berechnung des erwähnten 
Aufwands bei Werkzeugen eine sehr einfache ist, bei Maschinen 
aber eine complieirte und schwierige,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.