Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Kürschner. 
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körschnerhandtwerckes sick jegen uns, borgermeistern unnd rath' 
mannen dero königlicken statt Riga, sehr beklaget hebben, 
ebnen an ehrer neringe dägelicks grott abbruck unnd schaden 
schege uth den orsacken, dat se in eren olden schrägen nicht nach 
nottorfft, wo y dt wol gegenwertige tydt und gelegenheit erforderte, 
versorget unnd vorsehen weren, medt gantz flytiger angehengttr 
bede ebnen die gonst tho erthögen, darmitt de mangele des uldeO 
schragens entsettet unnd nah erheischung gegenwertiger leuflte 
ihr schräge geendert und vorbetteret werden möchte, alsz lieht ein 
erbar rath in erachtung der billiken bede die ehrentveste, erbare 
unnd wolwyse herren Eberhart Huszman ‘ und Rodtger thor Horst . 
itziger tydt vorordneten amptherren, uperlecht unnd befahlen 
mangele allersidts tho vornemende und nah der statt gelegenheit^ 
die richticheitt tho brengen unde unsz tho oversehen avergeven. 
welchem befelich se ock also nahgekommen unde de verbetterung 
etzlicher obspecificerter artickel uns schrifftlick, wo undergeschreven. 
avergeven, welche wir nah vorlesinge up kene unbillicheitt g^ 
richtet, befunden unde der halven up des amptes flytig beden unO^^ 
ansöcken desülvige puncten unnd artickul uth hebbender mach 
confirmeret und bestediget, also dat se unnde ehre nahkömliag^ 
by nah folgenden puncten nicht weniger als by erem hövetschrag^*^ 
scholen van uns unde unsern nahkömlingen geschüttet unde g 
handthabet werden, und luten die articul, wo folget: 
i)^ Erstliken so schall nemandt utherhalff des kürschneramp^ 
sick understehen höde midt wildtwahren (worunder dan hasc'^ 
und kaninichen nicht gemeinet) tho fodern edder tho brenien, " 
dan ock keine gemackede foderpeltze und watt thorn ampt<i g 
hörich tho verkopen, ock sonsten keine gegerbete wahren 
mardern, duckern, fössen, geschnedenen befern odder sonsten andeC 
wildtwahren, wo daí namen hebben mach, vor den boden uthth 
hangen und feil tho hebben alles by Verlust der wahren ; mit t 
beltzen averst, die tho schepe edder sonsten heringeföhret u*’ 
alhie van frembden verkofft werden, sallen die verordnete amp^j^ 
herren also verfahren und solch insehen thun, darmedt idt ^ 
ampte treglich und an erer nering nicht schedlick syn möge, dac^^ 
averst, datt die frembden gantz und gar affgescliaffet mögen 
1 Vergl. S. 344, Anm. 3. 
2 Vergl. S. 264, Anm. 2. ,^0 
n Die Numeration wie die Klammern der 2. u. 3. Zeile des i. Artikels r" 
von derselben Hand her.
	        
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