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Schlosser-Gesellen. Schmiede.
Schlosser - Gesellen, 1615,
s. Kleinschmiede-Gesellen.
88. Schmiede.
Schrägen vom 16. Oktober 1382.
Bibliothek d. Gesellsch. f. Gesch. u. Alterth. in Riga, i) Pergamentbl. 5^
hoch, 35 cm. breit (Aj; 2) Stadt-Arch. Dath schrägen unnd olde rentheboc ^
S. ii—11 (B). Vergl. Einleitung, S. 229 u. 230. Abg. Monum. Livon. antiq.,
S. CCCV —CCCVÍI; Liv-, Est- und Curländ. Urkb., Bd. 3, Nr. 1183.
In‘ den jaren na Godes bord dusent drehundert in deme
unde tachtentigesten jare up* sunte (zallen dagh des hilleg^^
bisschopes (16. Oktober), do worde wy smede tho Rige des eneS
also dat wi ene schra begunt unde ghemaket hebben nach
unde gantzer vulbord des rades tho Rige, ludende in desser
hir na ghescreven.
i) Tho deme ersten so wil de kumpanye, dat een jewelk
gud ysern smede unde ok, dat nemant dat ysern ne^ smede,
geheiten is de halve mane, he en menget denne met guden yser*’’
also dat guden luden dar vul mede schee, unde were ok, dat ‘1^^
nichten scheghe, unde wi des naquemen, de man scholde betcc^^
der kumpanye 6 markpund wasses.
2) Vortmer wer it ok sake, dat de halve mane jement
(le,
ded^’
de buten den werke were, unde he neen gud ysern dar tho
queme wi des na, den man, de hir mede bevonden werd, scho
wi vor den voghet bringen, de scholde dat richten.
3) Vortmer so begheret de kumpanye, des in welker tÜ^^
der weke, dat de werkmestere ummeghaen willen unde besien
werk, dat rechtverdich sy, unde wat unrechtverdich sy, bi ^clk^
manne men vindet, dat nicht rechtverdich is, de in unser
panye is, de schal der kumpanye beteren ses markpund
unde war men werk vindet by enen manne, de in unser kump^^)^
nichten is, dat werk scholen de werkmestere bringhen vor
voghet.
1 (B) Im schrägen unnd olde renthebock beginnt dieser Schrägen : „Def
schra. In deme namen Godes, amen.“
2 B: steht na statt up.
3 B : en.
dt