holländischen Kammer gewesen und ist am 25 Februar
1921 im Alter von 69 Jahren in Deventer gestorben. Be-
grüßungen waren von der englischen Landnationalisation
Society, den dänischen und schweizerischen Bodenrefor-
mern, vom Reichtstagabgeordneten Dr. Harmening und
anderen eingelaufen. Nach dem Kassenbericht war ein
Bestand von Mk. 1769,98 vorhanden, wozu noch Mk. 2100
als Agitationmittel aus der von Flürscheim veranstalte-
ten Sammlung kamen. Auf Vorschlag des Rechtsanwal-
tes Kohn wurde ein Antrag angenommen:
In den Gemeinden dafür einzutreten, daß die k o m m u -
nalen Anlagen, die vornehmlich eine Steig er ung
der Grun dssst ü k werte herbeizuführen geeignet sind, aus-
schließlich vom G r un d b e s i t getragen, daß jedoch von der
Besteuerung die G e b ä u d e ausgenommen werden.
Es ist ferner beschlossen worden, den Bundessitz nach
Berlin zu verlegen. Die 77 Mitglieder des Berliner
Vereins sind in den Bund für Bodenbessitzreform einge-
treten. An den Satzungen sind einige Änderungen vor-
genommen worden. Wir haben ihnen vor allem die drei
Forderungen hinzugefügt, die der Berliner Verein auf-
gestellt hatte, und die ich schon auf Seite 122 genannt
habe.*#) Die Wahlen zum Vorstand haben folgende
Zusammensetzung ergeben. Vorsitzende: Fabrikbesitzer
Freese, Rechtsanwalt Doepner, Privatdozent Dr. Leo
Arons. Schriftführer: Michael Flürscheim, G. Stoffers.
Schatzmeister: Fabrikbesitzer Bleyberg. Beisitzende: Dr.
Kirchhoff, Richard Lehmann, Bergmann, J. Schmitt und
die Rechtsanwalte Harmening und Kohn. Am Abend hat
eine öffentliche Versammlung stattgefunden, in der Flür-
scheim und Jan Stoffel mit Erfolg als Redner aufgetre-
ten sind. Die Zeitungen haben sich lebhaft mit dem Ver-
ein beschäftigt. Es sind damals fünfzig Zeitungen mit
*) Siehe Anhang.
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