Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schneider.

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diger  kundtschop  und  schin  ingebrocht  und  damp  entliehen  erfolg^^^
alifscheit,  is  nachvolgende  richticheit  in  alien  puncten  verordenett
und  erkandt  whordenn.
1)  Anfencklich  dat  de  sundagesarbeit  allerdinge  den  gesellen
nicht  fry  sin  soli,  in  mathen  se  sich  ock  dussen  fry  will  ich  solives^
vorzien  und  bogeven,  es  sy  dan,  dat  mhen  denn  gesellen  de  meiste^
uth  gunsten  tholaten  wollen  nach  drien  siegen  up  den  aven  dt
arbeit,  des  se  benötigt,  vortlionemen;  es  soll  ock  kein  geselle  sine
kleider  vorkopen,  ehr  hebbe  se  dann  ein  halff  jar  thovhor  an  sine^
live  gedragen.
2)  Thom  andern  mit  den  montagen  vor  den  ersten  soll  1
alhier  also  geholden  werden,  dat  de  gesellen  den  meisternn  nn
mittagk  bis  de  klock  thwe  geslagen  tho  arbeden  plichtich  sein
sollen,  darnach  aber  fierabentt  tho  maken  fry  hebben.
3)  Thom  drudden  den  vherten  dach  in  der  wandertit  beneelTt^
sollen  de  gesellen  den  solven  vherten  tagk  nicht  als  ihre
ticheit  tho  fodderren  edder  tho  vordedigen  hebben,  sunder  nn^^
drien  dagen  ihren  meistern  widderum  arbeden,  es  willfare  dan
meister  den  gesellen  in  ethwas  gutwillich,  es  sy  ein  helen  o(
hallven  dach,  wy  se  sich  des  mit  einander  vordragen,  des  soll  <■
gesellen  ock  fry  thweren  den  montag  nach  dem  olden  ^
werdenn.
4)  Thom  vherden,  when  ehn  geselle  unferhalst  den  sont^
und  mantag  in  den  anderen  dagen  der  wecken  enhen  dach  o

thwe  ohne  des  meisters  willen  tho  bher  ginge  odder,  wantit
arbedes  tit  where,  spatzieren  ginge,  der  soll  dem  ampte  in  P

enher  hallven  marck  verfallen  sin;  da  ock  der  meister  mit
gesellen  solchs  vorswigen  wolde  und  nicht  klagen,  und
de  oldesten  erforen,  soll  der  meister  mit  dem  gesellen  in
pene  geholten  sein.
5)  Thom  vofften  mit  der  gesellen  upstaen  und  slaj>eng‘‘  ^
soll  idt  in  dusser  Stadt  also  geholden  wherden,  dat  den  gese
sowoll  des  winters  als  somertit  tho  viif  uhren  upthostaen  un^
avendt  tho  negen  uhren  sich  neddertholeggenn  fry  sin  soll.  ^
6)  Thom  sosten  soll  kein  geselle  in  des  meisters
des  meisters  arbeit  liggen  laten  und  nemen  sin  egen  wedder  v
wher  darover  beslagen  odder  von  dem  meister  beclaget
soll  mit  keinem  deinsten  gefoddert  wherden,  imgelicken  de  i^^^
            
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