Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schneider.

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‘^nnen  holden  odder  sodanes  vorhelen  helpen;  dar  mhan  overst
straffe  darvhor  nemen  wollte,  soil  in  der  olderlute  odder  des  ampts
^^^allen  steen,  und  sollen  sich  de  gesellen  dusser  ordnunge  hinfort
geniethe  vorholden  und  dersellvigen  gehorsamblich  und  unvor-^""ocklich
  nachleven,  ock  hinforder  nicht  macht  hebben  enhenn  ge-^^llen
  ohne  billiche  und  rechtmetige  orsaken  von  der  laden  afftho-'^isenn;
  in  billichen  saken  overst  soll  innen  solchs  unbenomen  sin,
dar  hienach  befunden  whurde,  dat  so  der  affwisunge  keine
gehabt,  sollen  de  schaffers  darum  gestraffett  wherdenn.
7)  Thom  sevenden  whan  ehin  geselle  von  dem  Allmechtigen
thovelliger  kranckheit  besocht  wurde,  soll  ehr  derwegen  von
hinein  meister,  soferne  ehr  der  meister  anders  dessen  belath  hedde,
deme  huse  nicht  vorstoten  wherden;  dar  overst  der  geselle
moithwillich  in  kranckheit  durch  supen,  untucht  und  der-^^licken
  ursaken  upgelaten  hedde  odder  whurde,  soll  der  meister
'*'ann  ungehalten  sin.
^  ide  in  protocollo  a.  74  den  16.  Martii.  ’

97.  Schneider.
Entscheidung  der  Amtsherren  vom  3.  April  1576.
Schragenb.  d.  Gcsellsch.  f.  Gesch.  u.  Alterth.  in  Riga,  B»-  42.  Diese
[k'^heidung  schliesst  sich  dem  Schrägen  v.  .492,  Nr.  93,  unmittelbar  mit  der
•’’Schrift  Anhanf[k  an.
^achdeme  die  ehrbarn  unnd  wolweysen  herr  Matthias  Wellingk^
Herr  (ierdt  Hudde»,  als  in  dato  untergeschrieben  vom  ehrbaren
,  verordente  unnd  gewesene  ampt  herren,  befunden,  dasz  des
so  die  l.urgerschaff,  gegen  ein  amt  der  schneider  akeit
"bringen,  das  nemlich  ein  ieder  seiner  notturft  nach  nicht  kan
^'f®rder,  werden,  insonderheit  aller  diejenigen,  so  dasz  frawen-,
  machen,  dieweil  nicht  viel  befunden  werden,  die  lust  darzu
nachdem  in  Deutschlandt  solch  arheit  nicht  gehreuchhch  ;
7''  nun  demselben  hinfurder  vorzukommen  unnd  gemeltes
,  so  viel  mueglich,  abgeschaflfet  die  gemeinen  meistere  unnd
■""‘'»■•Udere  auch  so  viel  besser  geschutze,  unnd  gehandthobet
IZi^mügen,  als  haben  wolgemelte  ampt  herren  mit  wissen  unnd
g  bieser  letzte  Satz  von  einer  anderen  Hand.
g  Vergl.  S.  370,  Anm.  2.
^^rgl.  S.  387,  Anm.  2.

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