Schneider.
493
‘^nnen holden odder sodanes vorhelen helpen; dar mhan overst
straffe darvhor nemen wollte, soil in der olderlute odder des ampts
^^^allen steen, und sollen sich de gesellen dusser ordnunge hinfort
geniethe vorholden und dersellvigen gehorsamblich und unvor-
^""ocklich nachleven, ock hinforder nicht macht hebben enhenn ge-
^^llen ohne billiche und rechtmetige orsaken von der laden afftho-
'^isenn; in billichen saken overst soll innen solchs unbenomen sin,
dar hienach befunden whurde, dat so der affwisunge keine
gehabt, sollen de schaffers darum gestraffett wherdenn.
7) Thom sevenden whan ehin geselle von dem Allmechtigen
thovelliger kranckheit besocht wurde, soll ehr derwegen von
hinein meister, soferne ehr der meister anders dessen belath hedde,
deme huse nicht vorstoten wherden; dar overst der geselle
moithwillich in kranckheit durch supen, untucht und der-
^^licken ursaken upgelaten hedde odder whurde, soll der meister
'*'ann ungehalten sin.
^ ide in protocollo a. 74 den 16. Martii. ’
97. Schneider.
Entscheidung der Amtsherren vom 3. April 1576.
Schragenb. d. Gcsellsch. f. Gesch. u. Alterth. in Riga, B»- 42. Diese
[k'^heidung schliesst sich dem Schrägen v. .492, Nr. 93, unmittelbar mit der
•’’Schrift Anhanf[k an.
^achdeme die ehrbarn unnd wolweysen herr Matthias Wellingk^
Herr (ierdt Hudde», als in dato untergeschrieben vom ehrbaren
, verordente unnd gewesene ampt herren, befunden, dasz des
so die l.urgerschaff, gegen ein amt der schneider akeit
"bringen, das nemlich ein ieder seiner notturft nach nicht kan
^'f®rder, werden, insonderheit aller diejenigen, so dasz frawen-
, machen, dieweil nicht viel befunden werden, die lust darzu
nachdem in Deutschlandt solch arheit nicht gehreuchhch ;
7'' nun demselben hinfurder vorzukommen unnd gemeltes
, so viel mueglich, abgeschaflfet die gemeinen meistere unnd
■""‘'»■•Udere auch so viel besser geschutze, unnd gehandthobet
IZi^mügen, als haben wolgemelte ampt herren mit wissen unnd
g bieser letzte Satz von einer anderen Hand.
g Vergl. S. 370, Anm. 2.
^^rgl. S. 387, Anm. 2.
/.
1