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1000 m, während bis zu 3000 m Höhe Mais, die Hauptfrucht des
Landes, gepflanzt wird. In Costa Rica wird nur Trockenreis,
aber von sehr guter Qualität, angebaut. San Salvador, die
kleinste der mittelamerikanischen Republiken, führt etwas Reis
aus.
Das Klima Mexikos erlaubt trotz seiner Verschiedenheit in
den einzelnen Teilen des Landes die Reiskultur überall bis zur
Höhe von etwa. 1500 m, sobald nur Gelegenheit zur künstlichen
Bewässerung gegeben ist. Wirklich verbreitet hat sie sich jedoch
hauptsächlich südlich des 22. Breitengrades, wo die Temperatur
an den Küsten und in den Tälern den Reisbau während des
ganzen Jahres zuläßt; im Norden gibt es Reisfelder nur in der
Küstenprovinz Tamaulipas und im südlichen Teil von St. Louis
Potosi. Die Reisproduktion Mexikos hat sich beständig gehoben;
sie betrug 1902 etwa 18000 t, 1904 bereits über 28 000 t im
Werte von 3!/, Mill. Dollar. Nach Geo A. Schmidt wurden
1922 in der Republik 32692 t Reis geerntet und davon 497t
exportiert; dagegen betrug die Einfuhr aus Asien 1380 t.
B. Nordamerika.
Die Vereinigten Staaten haben den Ruhm erlangt, den
besten Reis, den geschätzten Carolinareis, zu erzeugen. Natürlich
bieten nur die Südstaaten der Union, die Golfstaaten, der Reis-
kultur die klimatischen Voraussetzungen: das Klima ist hier dem
Reis fast ebenso günstig wie im Monsungebiet. Das amerika-
nische Mittelmeer im Süden der Verein. Staaten, das eine mittlere
Jahrestemperatur von 24—27° C hat, sendet während des Sommers
warme und feuchte Luft nach Norden. Eine hohe Jahres-
temperatur, vor allem ein hohes Sommermittel von über 23°
kommt in den nördlichen Randstaaten des Golfs von Mexiko
der Entwicklung des Reises sehr zustatten. Dazu sind die
Niederschläge sehr ergiebig; sie betragen in Alabama, Mississippi
und Louisiana etwa 1300 mm, in Florida noch mehr, an der
atlantischen Küste etwas weniger. Außerdem ist das Land gut
bewässert und erlaubt in weitem Maße die Anlage künstlicher
Bewässerungsvorrichtungen (26; 108; 43, S. 209-—218).
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