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1784 alle früheren Handelsbeschränkungen und Privilegien
auf und erklärte für ihre eigenen Untertanen den Freihandel
(Rep. 1789. VI. unter „France“). Letzterer entfaltete sich
infolgedessen ungemein. Benin, Wydah und Lago (an der
Windward-Küste), wo früher gar kein oder nur ein ganz un
bedeutender Negerhandel gewesen war, steigerten ihren Ex
port dermafsen, dafs die englischen Kaufleute mit Neid auf
die französischen Erfolge blickten. Aus dem Handel bei An
gola hatten die Franzosen seit dem Frieden die Engländer fast
ganz vertrieben ; bei Bonny hatten sie einen ebenso grofsen
Handel wie jene, und am Gambia herrschte starker Wett
bewerb zwischen beiden Nationen (Rep. 1789, I, Zeugnis von
Mr. Falconbridge und Mr. Norris und Captain Heatley). Eng
lische Kaufleute gaben an (Rep. 1789, VI, unter „France“) :
„The French African trade is very considerably increasing
particularly from the coast of Angola, where they have got
the whole of it, and from the river Bonny, where they have
now a considerable trade . . . They are persuaded that the
exportation of slaves from Africa would not be in the least
diminished by the abolition of the slave trade in this country
(= England)!“ —
Die Ausdehnung der spanischen und französischen Be
sitzungen hatte nicht nur zur Folge, dafs der britische Sklaven
handel seit 1772—1785 von fast (30 000 (Sell, S. 73) expor
tierten Negern auf einige 40000 Stück zurückging, sie brachte
als weitere Unannehmlichkeit mit sich, dafs mit der steigen
den Nachfrage auch die Einkaufspreise für Neger an der
Küste stiegen und in den, 1780 er Jahren sehr hoch waren
(Journals of A. H. o. Commons, Bd. 43, Petition des Com
mittee of the Merchants trading to Africa, vom 9. Mai 1788).
Mit dem vermehrten Angebot europäischer Artikel hoben sich
die Forderungen der schwarzen Händler. Je mehr Europäer
an die Küste kamen, desto wählerischer und habgieriger wurden
die Häuptlinge, die als Unterhändler dienten (Sell, S. 104 ff.).
Die Tage, wo man für wenige Kannen Branntwein, für einige
Ellen groben Tuches oder gar für ein paar eiserne Nägel mit
Messingköpfen einen ausgewachsenen Sklaven erstehen konnte,
waren längst dahin. „Eine Nation überbot beständig die
andere, wodurch der Preis der Sklaven so aufserordentlich
gestiegen war, dafs wenig mehr darauf zu gewinnen ist“ (Seil,
Ö. 64—65). Die Tabelle 25 im Report 1789, IV, gibt einen
chronologischen Bericht über die an den verschiedenen Punkten
der Küste für einen Sklaven gezahlten Einkaufspreise seit
1076. Demnach betrug der Durchschnittspreis von
1676—1688 . nur 3 £
1688—1707 . . . 8-12 £
1752-1759 . . . 12-15 „
1787 16—18 „