Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Anhang. 
681 
Ambts begehrig were, dem Ampte erlegen muste, auszzusagen 
'^orgehalten. 
Der Elterman des Amptes: Primo gebe ein jünger Meister auff 
Zwo Heschauwüngen zwey Mahlzeiten; • was sie eigentlich kosten, 
^önte er nicht wissen; 2do. wan er dieses Meisterstück aufifge- 
^iesen und die Tonnen nicht woll gemachet, 3 Rthal. Straff; dar 
nach sie übel verfertiget, auch wohl gar nicht; jtens die Einkauffsz- 
gelder, die belieffen sich auflf 22 Rthal.; von diesen 22 Rthal. be 
nehme e. e. Raht den dritten Theil, nemlich y Vü Rthal., die Kirchen- 
^cdnung 12 Rthal., dasz Übrige wurde vor einen Meister des Ampts, 
^Gr in Armuht gerahten, oder auch etw a vor einen Gesellen, der 
^ohtdurfftig ist, wie auch zu Auffkauffüng des Korns, wansz die 
^oht erfordert, in der Amptslade verwahret. 
Casper Riman sagete ausz, dasz solche 2 Mahlzeiten, wann die 
^ttschauwüngen weren, zusamen woll auff 45 Rthal. anlieffen, der 
^xtraordinarie Zusprach aber von den Ehesten und Elterman uf 3 
^Uch wohl 4 Rthal. Der Einkauflfsgelder were eine gew isse summa, 
^Isz 22 Rthal., die muste ein jeder erlegen; die Tonnenstraff 
3 Rthal. 
Der Elterman desz Ampts regerirte, dasz die Tonnenstraffe 
Z-Uweilen wohl auff 5, ja woll 10 Rthal., wan sie übel gemacht weren, 
^'ch belieffe. 
Hans Lehman nach scharffer Inquisition berichtet, dasz die 
Unkosten in all zusammen woll auf 80 Rthal. sich belieffen, ünd 
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^onne keiner geringer damit abkommen. 
Worauff sie sämptlich abgetreten. 
C. Entwurf einer Rathsverordnung vom. 24. August 1668, 
betreffend die Missstände im Handwerke und deren Abhilfe. 
Stadt-Arch, in Riga (Äusseres Arch, des Raths), Convolut III, /J. Schrägen 
Reformation der rig. Handwerks-Zünfte, betr. 1642 1683. Papierheft aus 
3 Hogen, auf der Rückseite: Project II. Bürgertn. Dreylings wegen Refomtation 
^niger Anordnung in den Amtsschragen. Verlesen den 24. Aug. 68. 
Bürgernieistere und Raht. 
Demnach sowol in vorigen Friedenszeiten alsz auch numehro 
'^^ch überstandenen Kriege und schweren Pestilentzseuche die 
^*‘fahrung erweiset, dasz bey an wachsenden Nahrungsmitteln der 
Gilde Bürgere, nemblich die Kauffleuthe, viel hastiger und 
^^Uffiggj. zugewachsen alsz sonsten die Handwerckere von
	        
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