Full text: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Anhang. 
E. Entwurf eines Projects zur Reform des Zunftwesens, 
verfasst zwischen 1679—1688. 
Stadt-Arch. in Riga (Aeuss. Arch. d. Raths), Convolut TU, 13, Schrägen 
darin ein Papierheft von 22 Blättern, von denen 3 unbeschrieben sind; auf der ers 
Seite: Reformation in den Rigiscken Handtwercken und Zünften, und weiter un 
Aemter, Lit. A. Nr. 1. Die Schrift ist von einer Hand und vielfach durchstric^^^ 
Das Ganze macht den Eindruck eines Brouillons, weshalb von den zahlreichen u^^^^ 
strichenen Worten und Sätzen nur die wichtigsten wiedergegeben sind. 
der auf der ersten Hälfte der Seite geschriebenen Artikel sind mit einer K 
umschlossen, an deren Spitze extradatur steht. Diesen Vermerk haben nicht er a 
folgende Artikel: Vorrede bis Cap. i, Abschnitt NB. in Art. 5, Art. 6; ' 
Abschnitt cortra bis Verhöhungen\ Cap. 4, Abschnitt NB. bis contn 
kontent Cap. 5, Abschnitt Notetur\ Cap. 6, Abschnitt III bis Folgendesz und 
alles Folgende von dem NB. in Abschnitt 4. Nach Anton Buchholtz’ ^nsichb 
trefflichen Kenners rigischer Handschriften, stammt dieser Entwurf von der 
des rig. Rathsherrn Johann v. Schnitzen, der von 1666-1688 dem Rathe ange 
(vergl. Böthführ, Die Rigische Rathslinie, Nr. 612) und nach Buchholtz’ 
von Mich. 1676 bis Mich. 1679 Münsterherr gewesen ist. Da der Verf. 
Wurfs sich auf eine Zeit, wo er Münsterherr gewesen war, beruft, so ist der En 
nach 1679 verfasst. 
Reformation in den rigischen Handtioercken und Zimfften. 
Vorrede: 
Uber die schwere Handt Gottesz, die Liefflandt von etlicie^ 
hundert Jahren her durch Kriegk, innerliche Unruhe und schwer^ 
Seuchen deszen gerechten Zorn nach vielialtigk und heftigk ë ^ 
drucket, sein auch unterschiedliche politische Ursachen, die in de ^ 
selben dieser unser geliebten Vaterstadt an dero W achsthunib 
Uffnahm mercklich gehindert, denn obgleich dieselbe dergest»^ 
gelegen, dasz sie nach überstandnen Kriegk und andren 
Plagen alsz eine vornehme See- und Handelszstadt, so viel 
die vorher erlittne Ungelegenheit haben zugeben mögen, 
Handel und Wandel zu redressiren und an sich zu ziehn, also 
hatt bemüht sein können, worinnen esz deroselben auch 
zimlich gelücket (davon vor diszmahll weitleufftigk zu schrei 
mein Vornehmen nicht ist)', so hatt doch dasz ander Stuck 
liehen Wachsthumbs, nemlich die Vermehrungk der Wercken ^ ^ 
Zünfften, nicht anders denn gar langsam und schwer kisz ' 
folgen wollen. 
vof 
(lie 
Man hat zwar der Zünfften Schrägen und Verfaszungei 
eine Ursach solcher Hindernisz gehalten, allein wann Wi«" 
1 Die Klammern ohne Stern fanden sich schon in der Vorlage ciR 
Klammern mit einem Sterne umschliessen ausgestrichene Worte und Sätze, 
Umschliessung ausgefallener Buchstaben mit Klammern erfordert die Editions: 
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