Full text : Die Volkswirthschaftslehre

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Buch  2.  Knp.  1.  Produktionsmittel.

unentbehrlich.  Rein  körperliche  Leistungsfähigkeit  läßt  sich  dabei
wenigstens  theilweise  durch  Thierkrast,  beziehentlich  durch  mechanisch
wirkende  Hilfsmittel  ersetzen,  die  geistige  Befähigung,  auf  welcher
recht  eigentlich  die  Neberlegenhcit  des  Menschen  beruht,  jedoch
überhaupt  nicht.  Seiner  natürlichen  Veranlagung  nach  erscheint
dieser  dazu  bestimmt,  niemals  blos  durch  seine  äußeren  Glied
maßen,  sondern  immer  zugleich  mit  dem  in  ihm  regen  Geiste
thätig  zu  sein.
llebrigens  haben  alle  an  sich  so  verschiedenartige  Arbeiten
schließlich  das  miteinander  gemein,  daß  sie  ursprünglich  als
eine  Last  erachtet  werden.  der  sich  das  Menschengeschlecht
im  Allgemeinen  tmgerri  und  nur  deshalb  liuterzieht,  mir
dadurch  noch  größere  llnaniielnulichteiten  zn  vermeiden  oder
auftviegende  Annehmlichkeiten  zu  erlange».
Für  die  Mehrzahl  der  Menschen  ist  die  Arbeit  im  Ganzen
eben  eine  Last,  welche  als  solche  wohlthätig  wirkt,  die  sittliche
Kraft  stählt,  und  niemals  für  Alle  zur  Lust  iverden  kann.  Hierzu
wird  sie  lediglich  ausnahmsweise,  z.  B.  bei  den  Geist  angenehm
beschäftigender  Arbeitsthätigkeit,  entschiedener  Arbeitsgelvöhnung,
vorzüglichem  Gelingen  der  Arbeitsverrichtung  ?e.

Die  zum  Arbeiten  veranlassenden  Beweggründe
ergeben  sich  aus  der  menschlichen  Bediirftigkeit  inid  altS  der
Möglichkeit,  durch  de»  Erfolg  der  Arbeit  zur  Bedürfniß
befriedigung  zu  gelangen.  Dieselben  iverden  daher  ungleich
ivirksam  einerseits  je  nach  Umfang  der  Bedürfnisse,  und
andererseits  je  nach  der  Sicherheit,  «lit  welcher  der  Arbeitende
daraus  rechiteli  darf,  die  Mittel  zur  Befriedigung  seines  Be
darfS  durch  die  Arbeit  itub  zwar  in  mit  deren  Menge  imb
Güte  Ivachsendenl  Maße  zll  erlange».
Jene  Beweggründe  gleichen  sonach  denjenigen,  welche  zum
Wirthschaften  nöthigen.  Die  Furcht  vor  Entbehrungen,  beziehentlich ­
  vor  Verschlechterung  der  eigenen  wirthschaftlichen  Lage  zwingt
zum  Arbeiten,  während  die  Hoffnung  auf  Erringung  ausgedehn
terer  Bedürfnißbefriedigmig  dazcc  anreizt,  sich  den  lästigsten
Mühen  der  Arbeit  zu  uilterziehen,  falls  der  Erfolg  dieser  einen
            
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